Hessen hat ein neues Corona-Konzept

Hesssischer Stufenplan für steigende Fallzahlen vorgestellt

Hessen hat ein neues Corona-Konzept

Hessen hat ab sofort ein landesweites Präventions- und Eskalationskonzept, das die weitere Ausbreitung des Coronavirus eindämmen soll. Das teilte das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) am Mittwoch mit. Das neue Konzept ist als Stufenplan aufgebaut, der je nach Ausbruch lokal oder regional angewendet werden soll.

Seit Mitte April wurden die landesweit angeordneten Maßnahmen schrittweise gelockert. Örtlich beschränkte Maßnahmen gewinnen laut HMSI seitdem für lokale Behörden an Bedeutung. „Unser Konzept ermöglicht, lokal begrenzte und damit zielgenaue Schutzmaßnahmen zu ergreifen“, so Hessens Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) zum Stufenplan. „Damit stellen wir sicher, dass ein möglicher erneuter Anstieg der Infektionszahlen schnell eingedämmt werden kann.“

Beschränkungen lokal oder regional möglich

Kommt es künftig in hessischen Landkreisen, Städten oder Orten vermehrt zu Corona-Neuinfektionen, können aufgrund der täglichen Meldezahlen zum Infektionsgeschehen (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage in einer Region) Beschränkungen in Kraft gesetzt werden.

„Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, zum Beispiel in einer Einrichtung, kann das Beschränkungskonzept auch nur die betroffene Einrichtung umfassen“, stellt Klose klar. Verteile sich der Ausbruch dagegen auf eine größerer Region oder seien Infektionsketten unklar, müssten regionale oder überregionale Beschränkungen eingeführt werden. „Mit dem Präventions- und Eskalationskonzept können wir schnell und flexibel auf das jeweilige Infektionsgeschehen reagieren“, so Klose.

So sieht der Stufenplan aus

Das Konzept, aufgebaut als Stufenplan, baut auf eine „besonders enge Abstimmung zwischen Gesundheitsämtern, kommunalen Ordnungsbehörden, Polizei, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Krankenhäusern, ÖPNV und weiteren Akteuren“, so Klose. Je nach Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage greifen andere Maßnahmen.

Da bei lokalen Ausbrüchen vor allem örtliche Behörden gefragt sind, sichert die Landesregierung diesen Unterstützung zu. So seien örtliche Gesundheitsämter personell verstärkt und von Verwaltungsaufgaben entlastet worden. „Sollte es zu einem örtlichen oder regionalen Ausbruchsgeschehen kommen, stehen die Helferinnen und Helfer des Hessischen Katastrophenschutzes und die Hessische Polizei bereit, die örtlichen Kräfte zu unterstützen“, so Innenminister Beuth abschließend. (js)

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