Mehrere Unfälle legen Wiesbadener Straßen im Feierabendverkehr lahm

Zwei Unfälle sorgten am Donnerstagabend für Verkehrschaos. Die Rheinseite konnten Autofahrer über Stunden hinweg nur noch über die Schiersteiner Brücke wechseln.

Mehrere Unfälle legen Wiesbadener Straßen im Feierabendverkehr lahm

Wer am Donnerstagabend sein Büro in Wiesbaden verlassen hatte, musste sich auf eine lange Heimreise einstellen: Mehrere Unfälle sorgten für Staus, die sich nicht nur auf den Verkehr auf den Autobahnen auswirkten.

Theodor-Heuss-Brücke

Auf der Theodor-Heuss-Brücke kam es am späten Nachmittag zu einer kurzzeitigen Sperrung auf beiden Fahrtrichtungen (wir berichteten), nachdem drei Autos ineinander gestoßen waren. Ein Fahrzeug wurde den den Aufprall gegen das Geländer der Brücke geschleudert und kam quer auf der Fahrbahn zum Stehen. Erst gegen 17 Uhr konnte die Brücke nach der Unfallaufnahme und den Räumungsarbeiten wieder freigegeben werden. Nur etwa eine Stunde später kam es zu Sperrungen in der Mainzer Innenstadt wegen der Veranstaltung „Mainova Firmenlauf Mainz“, bei der rund 7500 Teilnehmer eine fünf Kilometer lange Strecke im Stadtzentrum liefen.

Weisenauer Brücke

Ein Ausweichen über die A60 und die Weisenauer Brücke bei Ginsheim war aber auch nicht möglich. Bereits gegen 13:30 Uhr kam es zu einem schweren Auffahrunfall auf der A60 auf Höhe der Anschlussstelle Rüsselsheim-Mitte in Fahrtrichtung Frankfurt. Dort wurden vier Personen verletzt. Weil ein LKW, der Fäkalien geladen hatte, in den Unfall verwickelt war, musste der Streckenabschnitt für Räum- und Reinigungsarbeiten bis zum frühen Abend gesperrt werden. Dadurch staute sich der Verkehr bis zur Brücke, wo gegen 15 Uhr ein LKW-Fahrer aus dem Rhein-Main-Gebiet auf das Stauende auffuhr. Der Mann überlebte den Aufprall nicht. Die Brücke blieb in Fahrtrichtung Frankfurt bis zum Abend gesperrt.

Schiersteiner Brücke

Pendlern blieb dadurch nur der Weg über die Schiersteiner Brücke, um die Rheinseite zu wechseln. Auf der A643 kam es daher zu erhöhtem Verkehrsaufkommen bis zur Schiersteiner Straße. Ab etwa 16:30 Uhr ging es auch auf der gesamten Äppelallee in Richtung Biebricher Ortskern nur noch in Schritttempo voran. Weil viele Fahrer in Richtung Kastel wollten, zog sich der Stau bis in die Kasteler Straße. Ortskundige, die über die Rheingaustraße ausweichen wollten, standen spätestens auf Höhe der Wilhelm-Kopp-Straße im Stau, der sich über die Straße der Republik bis zur Kreuzung am Herzogsplatz zog.

Auch auf der Biebricher Allee waren deutlich mehr Autos unterwegs als sonst. Die Busse der Linien 4 und 14, die Biebrich mit der Innenstadt verbinden , konnten nur noch mit deutlichen Verspätungen ihre Fahrten antreten. (nl)

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