Diese Lebensmittel sind teurer geworden

Preise für verschiedene Produkte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen

Diese Lebensmittel sind teurer geworden

Die Preise für verschiedene Lebensmittel sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Nicht alle Preisveränderungen stehen dabei unmittelbar mit der Corona-Pandemie in Verbindung.

Monatlich veröffentlicht das Amt den sogenannten Verbraucherpreisindex und damit unter anderem Informationen darüber, wo die Preise für Verbraucher gestiegen oder gefallen sind. Dabei listet das Amt auch besonders auffällige Preisveränderungen auf. Die aktuellsten Zahlen für April 2020 zeigen dabei: Besonders einige Lebensmittel sind im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden.

Lebensmittel teils deutlich teurer

An oberster Stelle steht dabei Zucker: Im Schnitt zahlten Verbraucher im April rund 18,1 Prozent mehr als noch im April des vergangenen Jahres. Auch Obst (13 Prozent) und Gemüse (12 Prozent) kosteten im Vergleich zu 2019 mehr — hier handle es sich unter anderem auch um Auswirkungen der Coronakrise, so das Amt. Im Einzelhandel hatten Konsumenten besonders zu Beginn der Krise vorwiegend auf lagerfähige Lebensmittel zurückgegriffen. Auch die Nachfrage aus der Gastronomie war — durch teils langanhaltende Schließungen — zurückgegangen. Dennoch haben auch andere Faktoren wie Ernteausfälle oder fehlende Saisonarbeiter Auswirkungen auf die Preise von Obst und Gemüse.

Ebenfalls gestiegen sind laut Destatis die Preise für Schweinefleisch (12,2 Prozent) und Fleisch- und Wurstwaren allgemein (11,9 Prozent). Diese Entwicklung hält bereits seit Sommer 2019 an, wie auch der Deutsche Bauernverband (DBV) in seinem Statusbericht zu Agrarmärkten während der Corona-Krise von Anfang April feststellt.

Doch nicht alle Lebensmittel sind im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden. Laut Destatis zahlten die Deutschen im April durchschnittlich rund 7,8 Prozent weniger für Butter als noch im vergangenen Jahr. Auch Kartoffeln, sowohl frisch als auch verarbeitet, waren um rund 7,2 Prozent günstiger als noch im April 2019.

Nicht nur Lebensmittel unterliegen Preisschwankungen

Nicht nur bei den Lebensmitteln schwanken die Preise. Besonders sogenannte Energieprodukte, also Heizöl, Benzin und andere Kraftstoffe sind im Vergleich zu 2019 deutlich günstiger geworden. Hintergrund ist der während der Corona-Krise deutlich gesunkene Ölpreis auf dem Weltmarkt. So zahlten Verbraucher im April für Flüssiggas 18,6 Prozent weniger als noch im Vorjahr, für Heizöl inklusive Umlage 17,3 Prozent weniger.

Ebenfalls gesunken sind laut Destatis die Preise für die „Personenbeförderung im Schienenverkehr“: Durchschnittlich 10,5 Prozent weniger zahlten Verbraucher für ihre Bahnfahrkarten als noch im April 2019. Anders verhält es sich mit den sogenannten Briefdienstleistungen: Die kosteten im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 10,7 Prozent mehr.

Übrigens: Die Inflationsrate in Deutschland ist in den vergangenen Monaten gesunken. Während die Rate im Februar 2020 noch bei 1,7 Prozent lag, lag sie im April 2020 nur noch bei 0,9 Prozent. Im Mai sank die Rate vorläufigen Destatis-Zahlen zufolge auf 0,6 Prozent. Endgültige Zahlen zu Inflationsrate und Verbraucherpreisen im Mai sollen laut Destatis am 16. Juni veröffentlicht werden. (js/ts)

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