Bouffier zum Tod von Minister Schäfer: „Er war verzweifelt und ging von uns“

Von den Sorgen der Krise erdrückt

Bouffier zum Tod von Minister Schäfer: „Er war verzweifelt und ging von uns“

Nach dem Tod des hessischen Finanzministers Dr. Thomas Schäfer (CDU) am Samstag hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Sonntag ein Statement abgegeben. Dabei zeigte er sich tief erschüttert über den Suizid Schäfers.

„Die Nachricht traf mich und uns alle völlig unvorbereitet“, sagte Bouffier. Er sei „geschockt, fassungslos und unendlich traurig.“ Der Ministerpräsident sprach der Familie des Toten sein Mitgefühl aus, Schäfer hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Bouffier würdigte die Arbeit Schäfers als Finanzminister: „Gerade ihn hätten wir in einer so schweren Zeit besonders gebraucht“, sagte Bouffier. In solch einer Krise bedürfe es vor allem Besonnenheit und Tatkraft, wofür Thomas Schäfer laut Bouffier stand. Er habe alles dafür getan, die aktuelle Krise, besonders finanziell, zu bewältigen.

Die Coronakrise hätte Schäfer große Sorgen bereitet, so Bouffier: „Große Sorgen vor allem darum, ob es gelingen könne, die riesigen Erwartungen in der Bevölkerung, insbesondere der finanziellen Hilfen, zu erfüllen. Ich muss davon ausgehen, dass ihn diese Sorgen erdrückt haben. Er war verzweifelt und ging von uns.“

Die Leiche von Thomas Schäfer wurde am Samstagmorgen an einer ICE-Strecke bei Hochheim gefunden. Die Polizei geht von einem Suizid aus.

Normalerweise berichten wir nicht über Suizide. Da der Vorfall eine große öffentliche Aufmerksamkeit nach sich gezogen hat, haben wir uns in diesem Fall für die Berichterstattung entschieden. Betroffene, die Suizidgedanken haben, können sich rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge unter 0800/1110111 oder 0800/1110222 beraten lassen. (pk)

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