Pfingstturnier im Schlosspark trotz Regen gestartet

Bei strahlendem Sonnenschein ist am Freitag das diesjährige Pfingstturnier im Schlosspark gestartet. Am Abend drohte jedoch ein Unwetter, die Show der Pferdenacht zu unterbrechen.

Pfingstturnier im Schlosspark trotz Regen gestartet

Der Schlosspark in Biebrich steht seit Freitag ganz im Zeichen des Pferdesports. Am Morgen wurde das 83. Internationale Pfingstreitturnier bei bestem Sommerwetter eröffnet, kurz vor Beginn der traditionellen Pferdenacht, die in diesem Jahr zum 25. Mal stattfindet, drohte aber ein Unwetter.

Turnier unterbrochen

Zwei Stunden vor der großen Jubiläumsshow, bestätigte der Deutsche Wetterdienst (DWD), die bösen Vorahnungen: Ein Unwetter war im Anmarsch. Während Durchsagen im Park am Nachmittag noch beruhigend von einer „Vorabwarnung“ sprachen, schallte gegen 17 Uhr die schlechte Nachricht über die Reitplätze. „Wir werden die Veranstaltung während des Unwetters unterbrechen“, so die Durchsage. Zwar musste kurze Zeit später der Schlosspark kurzzeitig geräumt werden, konnte nach einem kleinen Regenschauer aber wieder freigegeben werden. Komplett abgesagt wurde die Pferdenacht nicht, doch pünktlich um 19 Uhr konnte sie nicht starten. Mit einiger Verspätung ging die Show gegen 20:45Uhr aber richtig los.

Auf bessere Aussichten dürfte neben den Besuchern auch Pferdenacht-Organisator Ulrich Schneider gehofft haben. Für die diesjährige Ausgabe hat er ein großes Programm zusammengestellt: Unter dem Motto: „Pferde, Pferde, Pferde“ standen Jagdbilder, Kutschen und Sprünge auf dem Plan, und als feierlicher Abschluss ein Fackellauf.

Sonniger Auftakt

Am ersten Turniernachmittag nutzten viele Besucher das gute Wetter noch für einen Rundgang durch die „weiße Stadt“. Denn auf der Parkwiese haben die Organisatoren rund 150 weiße Zelte und Pavillons aufgestellt, in denen Händler aus der ganzen Welt noch bis zum Ende des Turniers am Montag Reitzubehör, Accessoires und Tipps rund um den Reitsport anbieten.

Einzigartige Location

Genauso international wie die Aussteller sind auch die Sportler, die am Wochenende zu Reitprüfungen in verschiedenen Disziplinen antreten werden. Insgesamt 160 Reiter aus 25 Nationen nehmen am Turnier teil. Und die meisten von ihnen schätzen vor allem die besondere Kulisse. „Das Pfingstturnier in Wiesbaden ist einfach ein Traum — nicht nur die Vielseitigkeit mit dem Gelände, auch das ganze Drumherum und der Dressurplatz vor dem Schloss“, schwärmt Ingrid Klimke, die schon fünfmal als Siegerin in der Disziplin „Vielseitigkeit“ das Pfingstturnier miterlebt hat.

„Wir sagen immer, in Wiesbaden entstehen die schönsten Bilder“, stimmt auch Jannis Drewell, Voltigier-Vize-Weltmeister von 2016 zu. Ihm gefalle es besonders gut, dass alle Prüfungen im Freien statt wie sonst üblich in einer Reithalle stattfinden — auch wenn die Organsation dadurch umso stärker vom Wetter abhängig ist. Reiterin Dorothee Schneider beschreibt das Biebrich-Gefühl noch genauer. Sie sagt: „Es ist jedes Jahr ein enorm erhebendes Gefühl, den Berg hoch in Richtung Schloss und auf das Dressurviereck zu reiten. Das ist einzigartig und gibt es nur in Wiesbaden.“

Neben all den Annehmlichkeiten der Sportlocation stehen für die Sportler in den kommenden Tagen aber vor allem die Wettkämpfe an. Welche Reiter in diesem Jahr als Sieger den Schlosspark verlassen, zeigt das hr-Fernsehen in der Sendung „Heimspiel“ am Montag von 17:45 bis 18:45 Uhr. (mm)

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