Glücksatlas 2026: Wiesbaden mit traurigem Ergebnis

In einem neuen Städteranking zur Lebenszufriedenheit gilt Wiesbaden als „Underperformer“.

Glücksatlas 2026: Wiesbaden mit traurigem Ergebnis

In einem Städteranking zur Lebenszufriedenheit für das Jahr 2026 landet Wiesbaden nur auf Rang 39 von 40. Wie aus der Studie von Forschern der Universität Freiburg hervorgeht, verbessert sich die Landeshauptstadt mit 6,50 Punkten zwar leicht im Vergleich zum Vorjahr, bleibt aber im untersten Bereich des Vergleichs.

Dabei sind die objektiven Lebensbedingungen in der Stadt deutlich besser: Hier erreicht Wiesbaden Rang 15. Die Forscher bezeichnen die Stadt deshalb als „Underperformer“. Die Wiesbadener sind demnach deutlich unzufriedener, als es die guten Rahmenbedingungen erwarten lassen. Zu diesen zählen eine starke wirtschaftliche Basis, die zweitniedrigste Zahl an Straftaten im Vergleich und eine hohe Geburtenrate.

Trotz der insgesamt niedrigen Zufriedenheit zeigt sich ein positiver Trend. Der Anteil der Unzufriedenen ist von 22,4 auf 19,5 Prozent gesunken, was aber immer noch der zweithöchste Wert aller untersuchten Großstädte ist. Gleichzeitig stieg der Anteil der Hochzufriedenen von 38,4 auf 40,8 Prozent.

So wurde die Zufriedenheit gemessen

Für die Studie wurde den Teilnehmern die Frage gestellt: „Wenn Sie einmal alles in allem nehmen, wie zufrieden sind Sie insgesamt zurzeit mit Ihrem Leben?“ Zusätzlich erstellten die Forscher einen Index zur objektiven Lebensqualität. Dieser setzt sich aus 30 Indikatoren zusammen, darunter Wohnen, Kriminalität, Wohlstand, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Familie und Bildung.

Bundesweiter Spitzenreiter bei der Lebenszufriedenheit ist Erfurt. Am unzufriedensten sind die Menschen in Rostock. Insgesamt, so die Forscher, hätten sich die Befragten im Vergleich zum Vorjahr zufriedener geäußert.