AfD will Städtepartnerschaft mit Fatih beenden

Antrag nach Türkei-Referendum gestellt

AfD will Städtepartnerschaft mit Fatih beenden

Die AfD-Rathausfraktion hat bei der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag gefordert, dass die Städtepartnerschaft zwischen Wiesbaden und dem Instanbuler Stadtteil Fatih aufgelöst wird.

Mit der Forderung bezieht sich die AfD auf das türkische Verfassungsreferendum im April, das die Partei als Entwicklung „in Richtung einer islamischen Diktatur“ beschreibt. In seiner Rede in der Stadtverordnetenversammlung wies Klaus-Dieter Lork, fachpolitischer Sprecher der AfD, darauf hin, dass die Städtepartnerschaft nicht losgelöst von der allgemeinen Entwicklung in der Türkei gesehen werden könne.

Die anderen Fraktionen hingegen zielten im Verlauf der Debatte vor allem darauf ab, dass man Politik und Völkerverständigung voneinander trennen und gerade in schwierigen Zeiten den Kontakt mit den Menschen aufrechterhalten solle, in der Hoffnung auf Verbesserung der politischen Entwicklung.

Daher lehnten CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke den Antrag auf Beendigung der Städtepartnerschaft ab. Fatih, das seit September 2012 im Austausch mit Wiesbaden steht, wird somit auch weiterhin Partnerstadt bleiben.

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