Was passiert mit dem ehemaligen Bürobedarf Kolberg in Wiesbaden?

Bereits seit Jahren steht der ehemalige Bürobedarf Kolberg in der Biebricher Allee leer. Laut der Stadt Wiesbaden hätten die Eigentümer jedoch schon lange Baurecht für ein neues Wohnhaus.

Was passiert mit dem ehemaligen Bürobedarf Kolberg in Wiesbaden?

Seitdem im Frühjahr großzügig Büsche und Bäume entfernt wurden, liegt der Blick auf den ehemaligen Bürobedarf Kolberg an der Kreuzung von Biebricher Allee und Theodor-Heuss-Ring wieder frei. Doch der Anblick ist trist: Verrammelte Fenster und Graffiti überall. Büro- und Schulbedarf wird hier schon lange nicht mehr verkauft. Wie soll es mit dem derzeit ungenutztem Grundstück weitergehen?

Was sich die Stadt wünscht

Auf Nachfrage teilt die Stadt mit, dass bereits seit 1963 ein rechtskräftiger Bebauungsplan für die Fläche vorliege. Dieser dokumentiert Wiesbadens stadtplanerischen Ziele für diese Adresse. Die öffentliche Verwaltung wünsche sich hier seit Jahrzehnten „eine wohnbauliche Entwicklung mit drei Vollgeschossen sowie einer Bruttogrundfläche von rund 900 Quadratmetern“.

Allerdings befindet sich die Liegenschaft in Privatbesitz. Die Eigentümer hätten zwar sofortiges Baurecht, sind aber keineswegs dazu verpflichtet, auch tatsächlich zu bauen. Stattdessen können sie ebenso entscheiden, das Grundstück so zu belassen wie es ist oder es verkaufen. Nur ein dem Bebauungsplan widersprechender Neubau wäre nicht erlaubt.

Pläne der Eigentümer unklar

Jahrzehntelang war diese Regelung da, um das Schreibwarengeschäft im bestehenden Gebäude weiterzuführen. Doch seit der Schließung verkümmert der Bau. Die Stadt teilt mit, dass sie nicht wisse, wie die Eigentümer das Grundstück in Zukunft nutzen wollen oder ob eine Verkaufsbereitschaft besteht. Wer die Eigentümer sind, sagt sie nicht. Ein Ankauf seitens der Stadt sei aktuell jedenfalls nicht vorgesehen.