Was es mit den roten LED-Tafeln am Luisenforum auf sich hat

Seit Dienstag hängen an beiden Seiten der Überführung des Luisenforums rot leuchtende LED-Tafeln. Sie sollen aber nicht etwa Angebote des Einkaufszentrums bewerben, sondern die Wiesbadener über die Stadtluft aufklären.

Was es mit den roten LED-Tafeln am Luisenforum auf sich hat

Die Wiesbadener auf die Luft in ihrer Stadt aufmerksam machen — das ist das Ziel des neuen Stadtluftanzeigers, der seit Dienstag an der Überführung des Luisenforums angebracht ist. In großen Ziffern können Fußgänger und Autofahrer auf zwei LED-Tafeln auf beiden Seiten der Schwalbacher Straße den aktuellen Stickstoffwert der Luftmessstationen in Wiesbaden ablesen.

Die Fläche leuchtet rot, wenn der NO2-Stundenmittelwert 40 Mikrogramm überschreitet. Und grün, wenn er darunter liegt. 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel entsprechen dem in Deutschland gültigen Grenzwert. Gemessen werden die Daten von der Station an der Ringkirche.

Für sauberere Luft

Am Tag der Einweihung zeigen die Tafeln konstant 48 an, einen zu hohen Wert. Dass er aber schon bald unter die Grenze fällt, wünscht sich Verkehrsdezernent Andreas Kowol, der den neuen Anzeiger am Dienstag in Betrieb nahm: „Mit dem Stadtluftanzeiger wollen wir den Wiesbadenern deutlich machen, dass wir es mit der besseren Luft in der Stadt ernst meinen.“ Dazu gilt seit Montag der Luftreinhalteplan für die Stadt Wiesbaden. Mit verschiedenen Maßnahmen im Straßenverkehr wollen die Stadt und das Land Hessen so die Luft in Wiesbaden sauberer machen.

Der Plan ist ein wichtiges Mittel der Stadt, um ein mögliches Dieselfahrverbot in Wiesbaden zu verhindern. Am Mittwoch soll das endgültige Urteil dazu vor dem Verwaltungsgericht fallen. Kowol zeigte sich am Dienstag optimistisch: „Wir hoffen, dass wir das Gericht mit den bisherigen Maßnahmen überzeugen können, für Wiesbaden keine Verbote zu verhängen.“ Wie man an den beiden Messstationen an der Ringkirche und in der Schiersteiner Straße ablesen könne, sei die Luft in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Durch die getroffenen Maßnahmen hofft der Dezernent, dass diese spätestens im nächsten Jahr unter den Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter sinken. (lp)

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