Wiesbaden bekommt in dieser Saison mehr als 50 neue Bäume

Als grüner Farbklecks und als Luftreiniger schätzt die Landeshauptstadt ihre Bäume. Derzeit finden Neupflanzungen in vielen Stadtteilen statt.

Wiesbaden bekommt in dieser Saison mehr als 50 neue Bäume

Nicht nur in den Parks, auch auf vielen Grünstreifen und Wiesen sprießen langsam erste Blumen. Mit dem Frühling kommt auch wieder Grün in die Stadt — und das beschränkt sich nicht nur auf Rasenflächen. Darüber freut sich Merkurist-Leser Michael, ihm ist aufgefallen, dass an vielen Stellen im Stadtgebiet seit einigen Wochen neue Bäume gepflanzt werden.

Neue Bäume in vielen Stadtteilen

„Die Stadt pflanzt derzeit überall Bäume. Aufgefallen ist es mir unter anderem in Kastel, wo im Wohngebiet Krautgärten viele neue Bäume aufgestellt wurden. Auch in Kostheim und vorm Justizgebäude in der Mainzer Straße gibt es Neupflanzungen“, nennt er in einem Snip einige Beispiele.

Tatsächlich ist für das Grünflächenamt gerade Pflanzsaison. Insgesamt 54 Bäume sollen in diesem Frühjahr in Wiesbaden eingesetzt werden, erklärt ein Sprecher vom zuständigen Dezernat. Die meisten, nämlich 30 Stück, kommen in die Rheingaustraße, entlang der Wiesbadener Straße sind sieben vorgesehen. In der Innenstadt liegen die neuen Baumstandorte in der Steingasse und nur wenige Ecken weiter in der Westendstraße, der Seerobenstraße und im Stadtteil Südost in der Uhlandstraße. In den Vororten dürfen sich die Nauroder und die Frauensteiner zusammen über acht neue Bäume freuen.

Insgesamt macht die Stadt dafür mehr als 150.000 Euro locker, denn „pro Standort entstehen für eine Neupflanzung Kosten in Höhe von circa 2800 Euro“, erklärt der Sprecher. In den Kosten enthalten seien dabei neben der Pflanze selbst auch die Aushebung einer Grube, das Anlegen von Bewässerungsdrainagen und die Befestigung an Pfosten mit Bindungen.

Geschütztes Grün

Damit die Stadt auch dauerhaft grün bleibt, gilt in Wiesbaden seit mehr als zehn Jahren die sogenannte Baumschutzsatzung. Sie besagt, dass Bäume, die einer Baustelle weichen müssen, spätestens im Frühjahr ersetzt werden müssen — entweder am alten Standort, oder in der Nähe davon auf einer geeigneten Fläche. Wie genau das aussieht, zeigt derzeit das Beispiel der neu sanierten Kasteler Straße in Biebrich. Für die Arbeiten mussten dort sechs Bäume weichen. Sie sollen aber im Laufe des Jahres durch neue ersetzt werden, die Straße erhält außerdem einen zusätzlichen Grünstreifen und bekommt so ihren natürlichen Look zurück (wir berichteten). Der älteste Baum der Stadt steht übrigens auf dem Neroberg. Biologen schätzen, dass die sogenannte „Altaneiche“ bei der Bergstation rund 500 Jahre alt ist. (ms)

Logo