Die Kampagne „Luisa ist hier“ wird auf die Wiesbadener Schwimmbäder ausgeweitet. Frauen, die in eine unangenehme oder bedrohliche Situation geraten, können so schnelle und diskrete Unterstützung bekommen. Das teilt die Stadt Wiesbaden mit.
Frauen, die sich bedrängt, belästigt oder unsicher fühlen, können sich mit der Frage „Ist Luisa hier?“ diskret an die Mitarbeiter wenden und erhalten umgehend Hilfe. Das bundesweit bewährte Konzept wurde ursprünglich vom Frauennotruf Münster entwickelt. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende erklärt: „Weil das Luisa-Konzept bundesweit relativ bekannt ist, haben viele Frauen von der Kampagne schon einmal gehört und können in der konkreten Situation Hilfe und Unterstützung suchen.“
Bürgermeisterin Christiane Hinninger betont die Wichtigkeit der Maßnahme: „Gerade in den Sommermonaten zählen die Freibäder zu den am stärksten frequentierten öffentlichen Orten. Umso wichtiger ist es, dass sich Frauen dort sicher und unterstützt fühlen können.“ Die Kampagne setze ein klares Signal für Aufmerksamkeit, Respekt und Zivilcourage.
Mitarbeiter wurden intensiv geschult
Die Idee zur Umsetzung in den Bädern des Betreibers mattiaqua sei aus dem Schwimmbadalltag selbst entstanden. In Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Frauenreferat wurde ein passendes Konzept entwickelt. Alle Mitarbeiter wurden von der Fachberatungsstelle Wildwasser Wiesbaden e.V. durch ein Schulungsvideo und Präsenzschulungen auf mögliche Vorfälle vorbereitet und für das Thema sensibilisiert.
„Die Kampagne ergänzt unser bestehendes Sicherheits- und Präventionskonzept, setzt ein sichtbares Zeichen und ist ein Garant für Unterstützung in Situationen, in denen Frauen und Mädchen sich unwohl oder belästigt fühlen“, so der Betriebsleiter von mattiaqua, Thomas Baum. In Wiesbaden koordiniert und finanziert das Kommunale Frauenreferat die Kampagne seit 2022. Auch andere Einrichtungen wie Bars, Vereine oder Kioske können nach einer verpflichtenden Schulung teilnehmen.