Fehlende Corona-Impfung: Acht Tätigkeitsverbote in Wiesbaden

Einrichtungsbezogene Impfpflicht läuft Ende des Jahres aus

Fehlende Corona-Impfung: Acht Tätigkeitsverbote in Wiesbaden

Die einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht läuft zum Ende des Jahres aus. Wie die Stadt Wiesbaden mitteilt, seien bisher acht Tätigkeitsverbote wegen fehlender Impfung ausgesprochen worden.

Die Gesundheitsämter waren von Bund und Ländern zum 15. März 2022 mit der Kontrolle der Corona-Impfpflicht beauftragt worden. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht war bis Ende 2022 befristet und wird nicht mehr verlängert. Das Bundesgesundheitsministerium begründet dies mit der Dominanz von Varianten, die trotz Impfung eine Corona-Infektion auslösen können.

Das Wiesbadener Gesundheitsamt erhielt seit Beginn der Kontrollen 806 Meldungen zu ungeimpften Personen aus 273 Einrichtungen und Unternehmen. Der Prüfung der gemeldeten Fälle lägen häufig „komplexe Einzelfallentscheidungen zugrunde, die das Gesundheitsamt mit großer Gewissenhaftigkeit vorgenommen“ habe.

So habe man zunächst den Kontakt zu den Personen gesucht und das Angebot zu einem persönlichen Beratungsgespräch gemacht. Oft seien mildere Konsequenzen angeordnet worden, beispielsweise eine Maskenpflicht oder eine tägliche Testpflicht. In acht Fällen seien allerdings als letztes Mittel Tätigkeitsverbote ausgesprochen worden.

„Die Zahl der Personen, die sich auf Grund der einrichtungsbezogenen Impfpflicht seit dem 15. März 2022 zu einer (Grund)Immunisierung entschlossen haben, ist bedauerlicherweise gering“, teilte die Stadt mit. Dennoch sei Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz mit der Umsetzung zufrieden: „Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes, die trotz der Vielzahl an Aufgaben auch diese gewissenhaft und engagiert umgesetzt und Sanktionen mit Augenmaß ausgesprochen haben.“ Wichtig sei bei der Abwägung gewesen, die medizinische Versorgung und Betreuung aufrechtzuerhalten.

Das bisher zuständige Team im Gesundheitsamt widme sich fortan dem Thema Masernschutzgesetz, das mit ähnlich hohem Aufwand bearbeitet werden müsse.

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