Zollfahnder und Polizisten haben am vergangenen Freitag in der Frankfurter Innenstadt mutmaßliche Auftragsmorde verhindert. Das teilten das Zollfahndungsamt Frankfurt und das Hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden am Dienstag mit. Fünf junge Männer wurden festgenommen.
Durch Ermittlungen in einem laufenden Verfahren erfuhren die Beamten am Freitag (3. Juli), dass eine Gruppe noch am selben Tag plante, mindestens eine Person erschießen zu lassen. „Nur durch das umgehende Eingreifen der Zollfandungs- und Polizeikräfte konnten unmittelbar bevorstehende Auftragsmorde verhindert werden“, heißt es in der Mitteilung.
Spezialeinheiten unterstützten den Einsatz, bei dem die fünf Männer im Alter von 18 und 19 Jahren noch vor der möglichen Tatausführung festgenommen wurden. Unter ihnen befindet sich auch der mutmaßliche Schütze. Dieser sollte die Tat offenbar mit einer Videobrille aufzeichnen.
Fünf Verdächtige in Untersuchungshaft
Bei anschließenden Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte zwei scharfe Schusswaffen, 50 Schuss Munition und rund 300 Gramm Haschisch sicher. Außerdem fanden sie weitere Gegenstände, die für die Tat relevant sein könnten.
Die Tatverdächtigen wurden bereits am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Wiesbaden vorgeführt. Dieser ordnete für alle fünf Beschuldigten Untersuchungshaft an. Die weiteren Ermittlungen dauern an.