Nach der Bluttat auf offener Straße am Dienstagabend in Kelkheim (wir berichteten) gibt es nun neue Erkenntnisse. Ein 60-jähriger Mann hatte seine von ihm getrennt lebende Ehefrau mit einer Machete getötet. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, schweigt der Tatverdächtige bislang zu den Vorwürfen, sitzt aber in Untersuchungshaft.
Am späten Dienstagabend soll der 60-Jährige seine 58-jährige Frau nahe dem Marktplatz angegriffen und mit mindestens 30 Stichen so schwer verletzt haben, dass sie noch am Tatort starb. Mutige Augenzeugen überwältigten den Angreifer und hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf und ihn festnahm.
Tatverdächtiger hatte offenbar Drohungen ausgesprochen
Laut Staatsanwaltschaft macht der Mann bei den Vernehmungen von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Als Motiv für die Tat vermuten die Ermittler „übersteigertes Besitzdenken und Eifersucht, in der Annahme, sie gehe ihm fremd“. Das berichtet der HR. Das Paar sei seit 1991 verheiratet, lebte aber offenbar seit mehreren Jahren in Trennung.
Bereits im August 2025 habe die Frau den Wunsch geäußert, sich scheiden zu lassen. Dies wollte der Beschuldigte laut Anklagebehörde nicht akzeptieren und „drohte wiederholt, seine Ehefrau im Falle der Scheidung umzubringen“. Hilfsangebote der Polizei habe die 58-Jährige abgelehnt und ihren Mann zwischenzeitlich wieder in der gemeinsamen Wohnung aufgenommen.
Die Stadtverwaltung hat für Freitagvormittag eine Pressekonferenz angekündigt, um über den aktuellen Kenntnisstand zu informieren.