Die Wiesbadener geben deutschlandweit am meisten Geld fürs Fitnessstudio aus

Sport und Fitness scheint den Wiesbadenern ziemlich wichtig zu sein. Laut einer Studie legen die Menschen in der Landeshauptstadt im bundesweiten Vergleich nämlich am meisten Geld für ihren Fitnessclub auf den Tisch.

Die Wiesbadener geben deutschlandweit  am meisten Geld fürs Fitnessstudio aus

Pünktlich zum neuen Jahr haben sich auch diesmal wieder viele vorgenommen, mehr Sport zu machen. Fitnessstudios bieten sich an: Einerseits sind sie nicht an einen speziellen Wochentag oder eine besondere Tageszeit geknüpft. Andererseits sind Sportler im Studio auch flexibel — das heißt, sie können entscheiden, ob sie zum Beispiel Gewichte stemmen, Radfahren oder mit dem eigenen Körpergewicht trainieren wollen. Die Preise der deutschen Studios variieren, doch die Wiesbadener geben in ganz Deutschland laut einer Studie des Portals Hausfrage am meisten Geld für ihren Fitnessclub aus.

Studios mit unterschiedlichem Angebot

„Im Januar geht’s los, da ist das Studio zur Primetime — also am frühen Abend — immer voll ausgelastet.“ - Patrick Schaefer, Personal Trainer

Und tatsächlich gibt es eine Menge Fitnessstudios in Wiesbaden — mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Manche bieten mit Sauna und Entspannungsbereich eher einen Lifestyleclub an, andere fokussieren sich exklusiv auf Frauen. Wieder andere haben sich auf den Reha- und Gesundheitsaspekt spezialisiert. Eines haben aber alle Studios gemeinsam: Zu Jahresbeginn verzeichnen sie einen großen Mitgliederzulauf. Patrick Schaefer, der als Personal Trainer im Fitness First Club im Liliencarré arbeitet, hat das auch schon beobachten können: „Im Januar geht’s los, da ist das Studio zur Primetime — also am frühen Abend — immer voll ausgelastet.“

Interessant ist aber, dass die Wiesbadener scheinbar viel eher als in anderen deutschen Städten dazu bereit sind, mehr Geld für ihr Fitnessstudio zu bezahlen. Das Portal Hausfrage hat für 30 deutsche Großstädte ermittelt, wie viel die Mitglieder durchschnittlich für das Fitnessstudio bezahlen. Und das Ergebnis: Die Wiesbadener landen mit 44,33 Euro pro Monat auf Platz 1 des Rankings. Auf den Plätzen 2 und 3 landen Bielefeld mit 40 Euro und Freiburg mit 39 Euro.

Ab 19,90 Euro im Monat

Bei McFit in der Mainzer Straße in Wiesbaden kommen Sportler schon günstig ins Schwitzen: Eine normale Mitgliedschaft kostet 19,90 Euro im Monat. Zahlt man die, kann man sogar auch in allen anderen Filialen trainieren. Auch das jumpers fitness in der Hagenauer Straße in Biebrich kostet ab 19,90 Euro pro Monat. Bei clever fit, auch in Biebrich, ist man mit 29,90 Euro im Monat dabei.

„Der Wiesbadener will nicht einfach nur trainieren, sondern es sich auch gut gehen lassen.“ - Patrick Schaefer, Personal Trainer

Doch scheinbar legen die meisten Wiesbadener eher weniger Wert darauf, möglichst wenig Geld dafür auszugeben. In den sogenannten Discounter-Gyms können Mitglieder zwar trainieren, Wellness kommt dort aber eher zu kurz. Die Kombination aus beidem ist aber offenbar das, was die Wiesbadener wollen. Das meint zumindest Personal Trainer Schaefer: „Der Wiesbadener will nicht einfach nur trainieren, sondern sich auch wohlfühlen und es sich gut gehen lassen. Was für sich tun.“ Das bedeute eben auch, ein möglichst breit gefächertes Angebot in seinem Studio vorzufinden. Yoga und andere Entspannungskurse, Schwimmen, Sauna, Wellness. „Und so eine Oase ist eben teuer.“

Einige Fitnessoasen in Wiesbaden

Auch davon gibt es in Wiesbaden einige. Fitness First etwa bietet Sauna, Yoga- und Entspannungskurse. Hier zahlt man dann aber auch mindestens 65 Euro im Monat. Hinzu kommt eine feste Service- beziehungsweise Anmeldepauschale. Auch das sports up hat sich auf den Gesundheits- und Wellnessbereich spezialisiert. Eine Mitgliedschaft kostet hier ab zehn Euro in der Woche, der Kunde kann entscheiden, welche Leistungen er zu diesem Basisbetrag hinzubuchen möchte. Ähnlich läuft es bei David Fitness in Biebrich, ein weiterer bekannter und beliebter Fitnessclub in Wiesbaden. „Wir bieten ein Tarif-Baukastensystem an, somit kann sich jeder den Beitrag nach Laufzeit und genutzten Inhalten zusammenstellen“, erklärt Geschäftsführerin Petra Dittmann. Los geht es bei 4,99 Euro pro Woche. Entscheidet man sich für Sauna, Kurse, Gesundheitsberatung und so weiter, kann sich das am Ende also ganz schön läppern.

Den Wiesbadenern scheint das nichts auszumachen — oder, sie legen eben am meisten Wert auf ihre Fitness. Wiesbaden liegt auf jeden Fall deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 29,11 Euro pro Monat fürs Fitnessstudio, den Hausfrage ermittelt hat. Am günstigsten kann man in Bochum für durchschnittlich 17,50 Euro pro Monat trainieren, Bremen landet mit 20,62 Euro vor Essen mit 20,65 auf Platz 2. (nl)

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