Wie es mit der Henkell-Kunsteisbahn weitergehen soll

Seit mehr als vier Jahrzehnten lernen und üben die Wiesbadener das Schlittschuhlaufen auf der Henkell-Kunsteisbahn. Doch seit einigen Jahren ist klar: Die Bahn braucht einen Nachfolger.

Wie es mit der Henkell-Kunsteisbahn weitergehen soll

Rund 35.000 Wiesbadener zählte der Betreiber Mattiaqua im vergangenen Winter als Besucher auf der Henkell Kunsteisbahn. Hinzu kommen zahlreiche Eissport-Vereine, die die 60 mal 30 Meter große Bahn außerhalb der öffentlichen Laufzeiten für ihr Training nutzen. Und auch im Sommer bleibt die Fläche nicht ungenutzt: Derzeit treffen sich dort regelmäßig Inline-Skater, die den ebenen Untergrund nutzen, um außerhalb des Straßenverkehrs zu skaten.

Nicht mehr zeitgemäß

Doch seit gut drei Jahren gibt es Probleme mit der Kunsteisfläche, sagt Eric Alberti von Mattiaqua. „Die alte Eisaufbereitungstechnik wurde vor mehr als drei Jahren aus Umweltgründen nicht mehr für den weiteren Betrieb genehmigt“, erklärt er. „Die aktuelle Henkell-Kunsteisbahn wird seit nunmehr drei Jahren mit einer umweltfreundlichen mobilen Lösung betrieben“, so Alberti weiter. Dabei handele es sich um ein Mietgerät und keine Dauerlösung für die Anlage aus den 70er-Jahren.

Deshalb steht es im Moment schlecht um die Bahn, ein Neubau scheint langfristig unausweichlich. Weil auch das Freizeitbad in der Mainzer Straße nicht mehr zu retten ist, gibt es bereites Ideen für einen gleichzeitigen Neubau von Schwimmbad und Eisbahn. „Am 21.12.2017 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass am Konrad-Adenauer-Ring als bestmöglichem Standort ein Ersatzneubau für das abgängige Freizeitbad in der Mainzer Straße in Kombination mit einer Eissportfläche entstehen soll“, sagt Alberti. Gemeinsam mit der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) soll Mattiaqua jetzt die nächsten Planungsschritte sicherstellen, damit der „Sportpark Reinhöhe“ entstehen kann.

Überdachung geplant

Dabei soll bei der neuen Eisanlage nicht nur die Technik angepasst werden. „Wir planen mindestens eine überdachte Eissportfläche, um die Nutzungsdauer für Eissportvereine und Individualnutzer zu verlängern“, sagt Alberti. Training und Eislaufzeiten wären somit weniger auf kaltes Winterwetter angewiesen.

Bis die Planungen in die nächste Runde gehen, können Eissportler und Skater aber durchatmen. Vorerst soll der Winterbetrieb mit der Ersatzkühlung weiter gehen - und bis zum Saisonstart öffnet die Bahn in der Hollerbornstraße 38 immer freitags und samstags von 14 bis 19 Uhr kostenlos für Skater, die sich um die Kühlung ohnehin keine Gedanken machen müssen.

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