Anne Leisener, eine Physiotherapeutin aus Schlangenbad, hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um einen neuartigen Rollstuhl für Wachkomakinder und schwer beeinträchtigte Kinder zu entwickeln. Wie sie auf der Kampagnen-Seite erklärt, soll der Stuhl den Kindern mehr Entwicklung, Erfahrung und Teilhabe ermöglichen.
Langjährige Erfahrung mit unpassenden Stühlen
Leisener, die für das Kinderhospiz Bärenherz arbeitet, kennt die Probleme mit herkömmlichen Rollstühlen aus ihrer langjährigen Berufserfahrung. Oft seien die Kinder mit zahlreichen Stützen und Gurten stabilisiert. „Und trotzdem fällt das Kind in sich zusammen“, beschreibt sie die Situation.
Die Folgen sind gravierend: Die Wirbelsäule verformt sich, Arme und Beine nehmen Fehlhaltungen an. Das beeinträchtigt auch die Atmung, das Schlucken sowie die Funktion von Darm und Blase. Der Grund sei simpel, so die Therapeutin: „Und das alles, weil der Stuhl nicht passt – denn es gibt keinen, der zu ihnen passt.“
Eine „nie gebaute Lösung“
Nach unzähligen Gesprächen mit Orthopädiemechanikern und vielen Therapiestunden hat Leisener nun eine eigene, „bislang nie gebaute Lösung“ entwickelt. Um diese Idee in die Tat umzusetzen, hat sie eine Spendenkampagne auf der Plattform „GoFundMe“ gestartet. Das Ziel ist es, 45.000 Euro zu sammeln.
Mit dem Geld soll zunächst ein Prototyp des speziellen Rollstuhls gebaut werden. Anschließend sollen die ersten zehn Kinder mit dem neuen Modell versorgt werden. „Jetzt habe ich eine bislang nie gebaute Lösung gefunden und benötige Ihre Hilfe“, appelliert die Physiotherapeutin an mögliche Unterstützer.