Blitzermarathon: 884 Autofahrer rund um Wiesbaden zu schnell unterwegs

Auch die Wiesbadener Polizei beteiligte sich am diesjährigen Speedmarathon. Rund um die Landeshauptstadt gingen den Beamten viele Autofahrer ins Netz, die deutlich zu schnell unterwegs waren.

Blitzermarathon: 884 Autofahrer rund um Wiesbaden zu schnell unterwegs

Am Mittwoch gab es wieder ein ordentliches Blitzlichtgewitter auf den Straßen. Zwischen 6 und 22 Uhr kontrollierte die Polizei die Straßen in Hessen, um auf die Folgen von überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen.

310.000 Fahrzeuge passierten am Mittwoch in ganz Hessen die insgesamt 260 Messstellen. 12.150 Fahrer waren zu schnell unterwegs. 10.000 fuhren bis maximal 20 km/h zu schnell und müssen mit einem Bußgeld bis zu 35 Euro rechnen. Punkte in Flensburg und Bußgelder zwischen 70 und 120 Euro drohen 2.000 Autofahrern in Hessen, 151 Rasern bekommen neben einem saftigen Bußgeld auch ein Fahrverbot auferlegt.

In der Stadt Wiesbaden

Auch in Wiesbaden kontrollierte die Polizei am Mittwoch fleißig. Durch die insgesamt sechs Messstellen in der Landeshauptstadt fuhren 4200 Fahrzeuge. 202 von ihnen fielen wegen überhöhter Geschwindigkeit auf, 14 von ihnen müssen mit einem Bußgeld und Punkten in Flensburg rechnen. 13 Autofahrer waren so viel zu schnell unterwegs, dass ihnen Fahrverbote drohen. Den Rekord brach ein Autofahrer in der Wiesbadener Innenstadt: Auf der Saarstraße beschleunigte er bei erlaubten 50 km/h auf 92.

Im Rheingau-Taunus-Kreis

Im Rheingau-Taunus-Kreis positionierten sich die Beamten ebenfalls: Dort passierten 6800 Fahrzeuge die sieben Mess- und Kontrollstellen. Hier waren insgesamt 242 Autofahrer zu schnell unterwegs, neun von ihnen drohen Bußgeld plus Punkte in Flensburg, einer muss mit einem Fahrverbot rechnen.

Auf der Autobahn

Am meisten hatte am Mittwoch jedoch die Autobahnpolizei Wiesbaden zu tun. Die Beamten kontrollierten an sechs Messstellen über 38.500 Fahrzeuge. Angesichts der hohen Zahl kontrollierter Fahrzeuge ist der Anteil derer, die zu schnell waren, vergleichsweise gering. 440 Verkehrsteilnehmer fielen auf den Autobahnen rund um die Landeshauptstadt wegen überhöhter Geschwindigkeit auf. 110 von ihnen müssen neben Bußgeldern mit Punkten in Flensburg rechnen, sieben der 440 müssen ihren Lappen wohl erst mal abgeben.

Die hessische Polizei zieht trotz Rasern eine positive Bilanz. „Das Ergebnis des diesjährigen Speedmarathons zeigt, dass sich mehr Verkehrsteilnehmer als in den Vorjahren an die vorgegebenen Geschwindigkeiten hielten und die Aktion alle Bürger für das Thema Geschwindigkeit sensibilisiert hat“, sagte der hessische Innenminister Peter Beuth. Trotzdem sei überhöhte Geschwindigkeit nach wie vor Todesursache Nummer Eins auf Hessens Straßen. Entwarnung kann Beuth deshalb nicht geben: „Wer zu schnell fährt, gefährdet seine Mitmenschen und sich selbst.“ (nl)

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