Trockenheit in Wiesbaden: An diese Regeln müsst Ihr Euch jetzt halten

Wenig Regen sorgt in der Region für trockene Böden. Um Wassermangel und Waldbrände zu vermeiden, hat die Stadt einige Regeln aufgestellt, etwa wenn es ums Grillen oder Wasserabschöpfen aus Bächen geht.

Trockenheit in Wiesbaden: An diese Regeln müsst Ihr Euch jetzt halten

Noch fühlt sich das Wetter in Wiesbaden nicht wirklich nach Hochsommer an. Die „Hundstage“ mit heißen Nächsten lassen Mitte Juli 2020 noch auf sich warten. Doch auch wenn das Thermometer in diesem Sommer noch noch nicht auf Rekordtemperaturen geklettert ist, viel Regen gab es in den vergangenen Monaten auch nicht.

Noch viel schwerwiegender ist jedoch, dass auch das Frühjahr in der Landeshauptstadt schon sehr trocken war. So gab es laut Wetterstatistik der Stadt im März nur zwölf Regentage, im April sechs und im Mai 14 — die Niederschlagsmenge fiel dabei an vielen Tagen gering aus.

Wenig Wasser in der ganzen Region

Experten sprechen bereits jetzt davon, dass Deutschland in diesem Jahr eine Trockenperiode drohen könnte. Das Regierungspräsidium mit Sitz in Darmstadt warnt ebenfalls. „Trotz ausbleibender Hitzewelle und einzelner Niederschläge kommt es auch in diesem Jahr zu einer immer kritischeren Wasserführung in den Bächen des Main-Taunus-Kreises, der Landeshauptstadt Wiesbaden, des Rheingau-Taunus-Kreises und des Hochtaunuskreises“, heißt es in einer Mitteilung.

In Wiesbaden reagierte die Stadt bereits Anfang der Woche auf den Wassermangel und sprach ein vorübergehendes Verbot aus, Wasser aus Flüssen und Bächen zu entnehmen. Wer trotzdem in Eimern oder Kannen welches abschöpft - etwa um seinen Garten zu bewässern, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro rechnen (wir berichteten). Ausnahmegenehmigungen werden nur für Landwirte erteilt.

Grillplätze gesperrt

Weil nicht nur der Pegel in den Bächen sinkt, sondern auch die Böden austrocknen, herrscht laut Grünflächenderzenent Andreas Kowol (Grüne) in Wiesbaden außerdem akute Waldbrandgefahr. Erst vor wenigen Tagen musste die Feuerwehr einen Brand bei der Hohen Wurzel löschen (wir berichteten). Um solche Brände zu verhindern, hat die Stadt jetzt alle öffentlichen Grillplätze für unbestimmte Zeit geschlossen.

Zudem darf im Wald nicht geraucht werden. Dieses Verbot gilt zwar ganzjährig, sei aber besonders in der Sommerzeit wichtig, weil eine achtlos weggeworfene Zigarette schnell ein Feuer auslösen könne. Waldbrände gelten mitunter deshalb als extrem gefährlich, weil trockenes Laub und Geäst schnell entflammen, und die Brandfläche somit vergrößern. Außerdem sind Waldbrände oft schwer für Einsatzkräfte der Feuerwehr erreichbar und erfordern für die Löscharbeiten große Mengen an Wasser, das angefahren werden müsste. Deshalb bittet das Grünflächendezernat in den kommenden Wochen alle Zufahrten zu Wäldern oder Feldern freizuhalten. (nl)

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