Wegen der intensiven Sonneneinstrahlung in den vergangenen Tagen steigen die Ozonwerte in Hessen. Wie das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mitteilt, wurde am letzten Freitag erstmals in diesem Jahr der Informationsschwellenwert überschritten.
An der Luftmessstation in Riedstadt wurde am Freitagnachmittag um 14 Uhr ein Wert von 190 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) gemessen. Der Informationsschwellenwert liegt bei 180 µg/m³.
Aufgrund der Wettervorhersage ist auch in den kommenden Tagen mit anhaltend hohen Ozonwerten zu rechnen. Weitere Überschreitungen des Grenzwertes sind laut HLNUG nicht auszuschließen. Besonders betroffen seien das Rhein-Main-Gebiet und Südhessen.
Gefahr durch Ozon und Verhaltenstipps
Das Reizgas Ozon entsteht bei starker Sonneneinstrahlung aus anderen Schadstoffen wie Stickstoffoxiden. Es kann die Schleimhäute, Atemwege und die Lunge reizen und zu Atembeschwerden, Husten oder Kopfschmerzen führen.
Das Landesamt empfiehlt Kindern, Jugendlichen und Personen, die empfindlich auf Ozon reagieren, vorsorglich anstrengende körperliche Tätigkeiten im Freien zu vermeiden. Diese Empfehlung gilt ab dem überschrittenen Informationsschwellenwert von 180 µg/m³. Sollte die Alarmschwelle von 240 µg/m³ überschritten werden, gilt die Empfehlung für alle Bürger.
Von sportlichen Ausdauerleistungen wird dann abgeraten. Wer dennoch Sport treiben möchte, sollte dies in die frühen Morgenstunden verlegen, da die Ozonkonzentration dann am niedrigsten ist. In der Regel sinken die Werte nachts – nach besonders sonnigen Tagen jedoch langsamer. In Städten ist die Belastung nachts geringer als auf dem Land. Das HLNUG informiert stündlich über die aktuellen Messwerte auf seiner Internetseite.