Oberbürgermeister Mende kritisiert Corona-Lockerungen

Obergrenze zu hoch, vieles unklar

Oberbürgermeister Mende kritisiert Corona-Lockerungen

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) hat die sogenannte Corona-Obergrenze kritisiert. In einem Facebook-Beitrag bezeichnet er die Grenzwerte als „fragwürdig“.

Am Mittwoch haben die Regierungschefs der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen. Die konkrete Ausgestaltung bleibt dabei Sache der Länder. Klar ist aber: Wenn sich in Wiesbaden binnen einer Woche mehr als 50 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infizieren, müssen die Lockerungen wieder zurückgenommen werden (wir berichteten).

Zu hoch gegriffen?

Mende sieht in dieser Gewichtung ein Problem: „Das wären für Wiesbaden fast 150 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen“, rechnet er vor. „Zurzeit haben wir im sieben-Tage-Durchschnitt zwischen 20 und 35 neue Infektionen registriert.“ Mende befürchtet, dass die festgelegte Zahl zu hoch ist. „Unser Bestreben muss sein, davon möglichst weit entfernt zu bleiben.“

Bereits am Mittwoch äußerte der Oberbürgermeister seine Bedenken zu den beschlossenen Lockerungen. Es seien noch viele Maßnahmen „unklar“, so Mende. Er hofft, dass Hessen nun zügig die Details zur Umsetzung der Lockerungen klärt und diese mit ausreichendem Vorlauf kommuniziert werden. „Hoffentlich entsteht nicht wieder unnötige Hektik durch unzureichende Vorbereitungszeit“, so Mende abschließend. (pk)

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