Schlagstöcke, Schreckschusspistole, Messerangriff: Polizei mehrfach im Einsatz

In der Nacht auf Neujahr wurden die Beamten zu einigen Auseinandersetzungen und Angriffen gerufen.

Schlagstöcke, Schreckschusspistole, Messerangriff: Polizei mehrfach im Einsatz

In der Silvesternacht gab es zwar keine großen Einsätze für die Polizei oder nennenswerte Verstöße gegen die verordneten Corona-Regeln (wir berichteten), doch mussten die Beamten zu etlichen aggressiven Auseinandersetzungen ausrücken. Ein Protokoll.

Klarenthal

Mit Böller und Schlagstock waren zwei Jugendliche auf einen 17-Jährigen losgegangen, als dieser mit seinem Hund spazieren ging. Gegen 19:50 Uhr warfen sie in der Anne-Frank-Straße zunächst einen Böller nach ihm. Als er die beiden ansprach, schlug ihn einer von ihnen mit einem Schlagstock auf die Hüfte. Der andere sprang ihm auf den Rücken, sodass der 17-Jährige hinfiel. Nach einer Rangelei flüchteten die beiden in Richtung Klosterweg. Sie waren laut dem Angegriffenen 16 bis 17 Jahre alt. Einer von ihnen hatte eine kräftige Statur, einen Boxerhaarschnitt und trug eine dunkle Jacke der Marke Wellensteyn. Der zweite war eher dünn, etwas größer, hatte braune Haare und einen Zopf. Er trug einem Jogginganzug. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden: 0611 3450.

Westend

Gegen 23:15 Uhr hatte ein Mann in der Fußgängerzone der Kleinen Schwalbacher Straße mit Böllern geworfen und mit einer Schreckschusspistole in die Luft geschossen. Eine Streife der Stadt- und der Landespolizei sprach den Mann daraufhin an und wollte ihn kontrollieren. Der 31-Jährige flüchtete zunächst, konnte aber nach kurzer Verfolgung gestellt und festgenommen werden. Er widersetzte sich jedoch wieder der Kontrolle und verletzte dabei eine 27-jährige Stadtpolizistin. Es wurden nun mehrere Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet: wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Nachdem er die Schreckschusspistole abgeben musste, wurde er nach Hause entlassen.

Um 00:10 wurde die Polizei in die Bleichstraße gerufen. Dort war ein 22-Jähriger angegriffen und niedergeschlagen worden. Ein bislang unbekannter Mann hatte den 22-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihn dadurch verletzt. Dem Angriff war ein Streit der beiden vorausgegangen. Der Täter konnte unerkannt flüchten. Nach Angaben des Verletzten ist er etwa 1,75 Meter groß und schlank. Er hat kurze, schwarze Haare, einen Vollbart und ein südländisches Aussehen. Er trug eine schwarze Jacke der Marke Wellensteyn und blaue Jeans. Hinweise zur Tat nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0611 3452140 entgegen.

Mitte

Am Kochbrunnenplatz wurde gegen 00:45 Uhr ein 35-jähriger Mann von sieben Personen angegriffen und mehrfach ins Gesicht geschlagen. Anschließend flüchteten fünf der Täter in Richtung Saalgasse, zwei in Richtung Wilhelmstraße. Wer Hinweise zu dem Vorfall geben kann, soll sich bei der Polizei melden: 0611 3452140.

Gegen 4:20 Uhr wurde ein Jugendlicher von zwei bislang unbekannten Tätern mit einem Messer angegriffen und verletzt. Der 16-Jährige saß auf einer Parkbank am Kochbrunnenplatz, wurde dort von zwei Männern angesprochen und unvermittelt mit einem Messer verletzt. Die Täter liefen anschließend in Richtung Wilhelmstraße. Der 16-Jährige wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Er befindet sich aber nicht in Lebensgefahr. Er beschreibt einen der Täter mit kurzen Haaren, den anderen glatzköpfig und schlank. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0611 3450 entgegen.

Südost

Gegen 3:30 Uhr meldete ein Mann bei der Polizei eine Auseinandersetzung in der Wielandstraße. Die Polizei traf vor Ort auf vier Männer, einer von ihnen lag auf dem Boden. Der 33-Jährige hatte zuvor einen 38-Jährigen angesprochen und ihn unvermittelt geschlagen. Daraufhin seien weitere Personen dazwischengegangen. Der 33-Jährige hatte sich daraufhin auf die Straße gelegt. Er war stark alkoholisiert und wurde von der Polizei kontrolliert. Plötzlich erschien dessen 42-jähriger Bruder und ging auf den am Boden Liegenden los. Als die Polizisten die beiden trennen wollte, leisteten sie Widerstand und versuchten zu flüchten. Die Beamten setzten Pfefferspray ein und konnten letztendlich die Brüder festnehmen. Nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst wurden sie vorläufig festgenommen. Der 33-Jährige verbrachte die Nacht im Polizeigewahrsam. Beide müssen sich nun in mehreren Strafverfahren verantworten.

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