Nach tödlichem Fahrradunfall: Tempo 30 im Hafenweg gefordert

Gleich mehrere Fraktionen wollen, dass der Hafenweg für Radfahrer und Fußgänger sicherer wird. Ein entsprechender Antrag wird heute im Wiesbadener Mobilitätsausschuss diskutiert.

Nach tödlichem Fahrradunfall: Tempo 30 im Hafenweg gefordert

Erst Anfang Juni ist eine 71 Jahre alte Fahrradfahrerin bei einem Unfall am Schiersteiner Hafen ums Leben gekommen. Im Hafenweg kollidierte sie mit einem Lkw und erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen (wir berichteten). Um der Verstorbenen zu gedenken, hat der Wiesbadener Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) eine Woche später eine Demo mit anschließender Mahnwache veranstaltet. Dabei hat der Club auch ein weißes Fahrrad aufgestellt, um andere auf die Gefahrenstelle aufmerksam zu machen.

Mehrere Rathausparteien wollen jetzt, dass sich im Hafenweg etwas ändert, damit sich dieser tragische Unfall nicht wiederholt. In einem gemeinsamen Antrag bitten Bündnis 90/Die Grünen, SPD, Linke und Volt den Magistrat darum, dort Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. „Das Fahrradfahren boomt - nicht erst seit Corona - und das Fahrrad etabliert sich zunehmend als konkurrenzfähiges Fortbewegungsmittel im Stadtverkehr“, heißt es in dem Schreiben. Das liege daran, dass sich die Fahrradinfrastruktur in der Stadt in den letzten Jahren verbessert hat. Aber: „Der Unfall am Schiersteiner Hafenweg hat gezeigt, dass hier eine Gefahrenstelle besteht.“

An der betroffenen Stelle würden Radfahrer und Fußgänger auf Autos und Lkws treffen, die oft sehr schnell von der Autobahn abfahren. Deshalb fordern die Fraktionen, dass im Hafenweg eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h oder „andere Formen der Geschwindigkeitsreduzierung“ eingeführt wird. Außerdem wollen die Antragsteller, dass an der Einfahrt in den Hafenweg auf Höhe der Rheingaustraße auf den Rad- und Fußverkehr aufmerksam gemacht wird - beispielsweise in Form von Warnschildern oder Farbmarkierungen. Auch bauliche Maßnahmen sollen geprüft werden.

Der Antrag wird am heutigen Donnerstag (1. Juli) im Ausschuss für Mobilität diskutiert.

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