Nach Schließungen - Ändert das Luisenforum sein Konzept?

Mit „Gerry Weber“ und „Comma“ verlassen zwei attraktive Mieter das Luisenforum. Für Geschäftsführer Anton Kroll sind das ganz normale Veränderungen.

Nach Schließungen - Ändert das Luisenforum sein Konzept?

Wie in jedem Jahr ist die Wiesbadener Fußgängerzone zur Adventszeit voller Menschen auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk. Auch im Luisenforum sind die Gänge und Rolltreppen schon am Vormittag gut gefüllt, in fast jedem Geschäft stehen Kunden und lassen sich beraten. Es scheint, als würde das Enkaufszentrum prächtig laufen, dabei gab es im Luisenforum in letzter Zeit einige gravierende Veränderungen, die nicht allen gefielen.

Gerry Weber und Comma gehen

Merkurist-Leserin Uta war aufgefallen, dass im dem Center einige langjährig ansässige Geschäfte schließen mussten, darunter die Bekleidungsketten Gerry Weber und Comma. Während diese bekannten Marken ihre Türen dicht machen, werden eher günstige Geschäfte wie Nanu Nana und TK Maxx immer präsenter im Forum. Viele Leser fragen sich deshalb, wie attraktiv das Center für solche großen Firmen noch ist.

Gerry Weber hält sich bezüglich des Grundes für die Schließung eher bedeckt. Das Modehaus würde kontinuierlich sein „Store-Portfolio überprüfen“, so eine Sprecherin des Unternehmens. Bei etwa fünf Prozent der Filialen käme es daher dazu, dass Mietverträge auslaufen, nicht verlängert oder neu abgeschlossen werden. „Das galt leider auch für den Gerry Weber-Store im Luisenforum in Wiesbaden, der am 15. Januar 2019 geschlossen wird“, so die Sprecherin. Comma hat sich zu den Gründen der Schließung trotz Nachfragen bisher nicht geäußert.

Für Anton Kroll, Geschäftsführer des Luisenforums, ist ein solcher Wechsel nichts außergewöhnliches: „Nach 10 Jahren enden auch Mietverträge, wo sich Händler und Shopping-Center-Betreiber am Markt neu aufstellen — das ist vollkommen normal!“ Während diese beiden Filialen das Center verlassen, hätten viele andere Bestandsmieter die Verträge verlängert. Im Ergeschoss hätte etwa der Optiker Krass seine Ladenfläche vergrößert und Bonita habe einen neuen Shop eröffnet.

Für Kroll seien die starken Veränderungen im Luisenforum keim Problem, sondern eine Chance: „So können wir den zukünftigen Branchenmix neu ausrichten und den Bedürfnissen unerer Kunden anpassen.“ Dazu gehöre etwa auch der neue Gastronomiebereich im Übergang über der Schwalbacher Straße, womit dem Luisenforum laut Kroll ein „Quantensprung“ gelungen sei.

Unangenehme Gerüche

Aber genau diese Neuerung sorgt momentan für Unmut unter den Kunden. Eines der neuen Restaurantangebote bietet typisches asiatisches Fast-Food an. Das Restaurant ist aber leider schon von weitem bemerkbar, da sich der Geruch der Küche durch große Teile des Centers verteilt. Dieser zieht nicht nur ins Parkhaus, sondern auch in Bekleidungsgeschäfte. Kroll ist dieses Problem aber bekannt, man arbeite bereits an einer Lösung. Dort habe es Probleme mit der Abluft gegeben: „Mit den ‘Essensgerüchen’ sind bereits Spezialisten befasst, die wirksame Lösungen erarbeiten und schnellstmöglich umsetzen werden.“

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