Smarte Beleuchtung für Wiesbadener Henkellpark

In der Richard-Wagner-Anlage wurde die erste Beleuchtungsanlage mit bewegtem Licht installiert.

Smarte Beleuchtung für Wiesbadener Henkellpark

Im Wiesbadener Henkellpark ist die erste Beleuchtungsanlage mit smarter Sensortechnik in Betrieb genommen worde. Das meldet die Stadt Wiesbaden.

Das mehr als dreieinhalb Hektar große Areal zwischen der Biebricher Allee und der Volkerstraße war laut den Gastronomen vor Ort zu spärlich beleuchtet. Auch Bürger hatten sich regelmäßig beschwert, weil der Weg durch den Park in das Wohngebiet sehr dunkel war. Die neue Beleuchtung soll der Stadt zufolge einerseits für ausreichend Leuchtkraft sorgen und die Sicherheit im Park damit erhöhen, andererseits aber auch das Klima und die Insekten schonen.

Dafür wurden laut der Stadt elf Beleuchtungsmasten neu montiert, einer ausgewechselt, einer demontiert und einer stehen gelassen. An zwölf Standorten stehen jetzt Leuchten des Berliner Herstellers Selux. Ab Einbruch der Dunkelheit leuchten fünf Lampen mit einer Intensität von nur 40 Prozent. Erst wenn ein Mensch sich nähert, schalten sich die anderen Leuchten dazu. Eine Minute lang liefern sie dann 100 Prozent der voreingestellten Lichtleistung.

Smarte Sensortechnologie regelt Beleuchtungsgrad des Parks

Dazu kommen sogenannte PIR-Sensoren („Passive Infrared Sensors“) zum Einsatz. Bewegt sich im Umkreis eines solchen Sensors ein Objekt, das sich von der Umgebungstemperatur um mehr als 4 Grad unterscheidet, reagiert er. Objekte werden in einer Entfernung von bis zu 12 Metern erkannt. So wird die gesamte Beleuchtungsanlage „intelligent“.

„Die Anlage ist ein weiteres Beispiel für die Entwicklung Wiesbadens zur ‚Smart City‘“, sagt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. Dafür hätten gleich mehrere Ämter zusammengearbeitet - das Grünflächenamt als Grundstückseigentümer, das Umweltamt, das Stadtplanungsamt und das Tiefbauamt. Umgesetzt worden sei die Baumaßnahme vom Wiesbadener Energiedienstleister ESWE Versorgung.

Die Kosten der Maßnahme liegen bei 55.000 Euro (ohne Tiefbau). Laut ESWE-Vorstandsmitglied Jörg Höhler sind die Bewegungssensoren energiesparend: „Statt eines Verbrauchs von 689 Kilowattstunden pro Jahr bei Dauerbeleuchtung liegt der Wert aufgrund des bewegten Lichts rechnerisch nur bei 138 kWh. Bereits im Februar werden wir über unsere Energiezähler reelle Zahlen zur Energieeinsparung nennen können.“

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