Hochbedrohter Vogel zieht in die Wiesbadener Fasanerie ein

Nach schweren Schneeschäden im Jahr 2023 ist die Großvoliere in der Wiesbadener Fasanerie wieder offen. Besucher können dort nun eine stark bedrohte Vogelart aus nächster Nähe beobachten.

Hochbedrohter Vogel zieht in die Wiesbadener Fasanerie ein

Die große Voliere im Tier- und Pflanzenpark Fasanerie in Wiesbaden ist wiedereröffnet worden. Das teilt die Landeshauptstadt Wiesbaden am Dienstag mit.

Die Anlage in der Wilfried-Ries-Straße war im November 2023 durch starke Schneefälle schwer beschädigt und im vergangenen Jahr komplett neu aufgebaut worden. Pünktlich zur neuen Saison zieht nun eine seltene Tierart in die Voliere ein: der Waldrapp.

„Der Waldrapp, auch Schwarzer Ibisvogel genannt, ist einer der am stärksten bedrohten Vögel der Welt und wurde in Deutschland sogar ausgerottet“, sagt Bürgermeisterin und Grünflächendezernentin Christiane Hinninger (Grüne). Die Stadt freue sich, die Tiere zeigen zu können und so einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Die Voliere wurde speziell für die Bedürfnisse der Vögel umgestaltet. Später sollen noch weitere Tierarten dazukommen.

Förderverein übernimmt Großteil der Kosten

Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch den Förderverein der Fasanerie. Von den gesamten Baukosten in Höhe von 360.000 Euro übernahm der Verein 210.000 Euro sowie die Kosten für die Tiere. Die Vorsitzende des Fördervereins, Claudia Pallauf, bezeichnete den Wiederaufbau als Herzensangelegenheit, um die Fasanerie zu stärken und bedrohte Arten zu schützen.

Für die Besucher gibt es in der neuen Anlage eine Besonderheit: Die acht Waldrappe lassen sich nicht nur von außen betrachten. Da die Voliere begehbar ist, können Gäste die Vögel ohne störende Gitter aus der Nähe erleben. Wer den Artenschutz zusätzlich unterstützen möchte, kann über den Förderverein eine Tierpatenschaft für einen Waldrapp übernehmen.