Neue Verkehrsführung an der Baustelle in der Boelckestraße

Seit April wird die Boelckestraße ausgebaut. Inzwischen sind einige Abschnitte fertig, doch die Arbeiter haben vor Ort noch einiges zu tun - Autofahrer bekommen davon aber erst einmal wenig mit.

Neue Verkehrsführung an der Baustelle in der Boelckestraße

Weil ihre Fahrbahn vierspurig ausgebaut werden soll, herrscht in der Boelckestraße seit Mitte April Baustelle (wir berichteten). Damit für alle anstehenden Arbeiten genügend Platz ist, musste die Boelckestraße dabei erst einmal provisorisch verbereitert werden. Dieser Schritt ist nun abgeschlossen, was Autofahrern seit Freitag schon aufgefallen sein sollte.

Neue Verkehrsführung

Denn ab jetzt wird der Verkehr über dien östlichen Fahrbahnrand verlegt und zwischen Ernst-Galonske-Straße und Otto-Suhr-Ring startet ein neuer Bauabschnitt. Dort stehen erst einmal unauffällige Arbeiten an. Denn bevor die Bagger wieder rollen, müssen zuerst die Kampfmittelsondierung und beauftragte Archäologen das Baugebiet untersuchen. Wenn beide grünes Licht geben, startet der eigentliche Ausbau der Bundesstraße. Dabei werden in einem ersten Schritt Ver- und Entsorgungsleitungen und -kanäle verlegt. Erst in einem zweiten Schritt entsteht die neue, breitere Fahrbahn.

„Die Arbeit ist zeitaufwändig und nicht offensichtlich.“ - Tiefbau- und Vermessungsamt

Ziel des Großprojektes ist es, die viel befahrene Straße auch auf das Gewerbegebiet Petersweg Ost anzupassen. Deshalb sind auch einige Bauarbeiten geplant, die von außen kaum zu sehen sind. Als Beispiele nennt die Stadt, dass neue Leitungen für Telefon und Internet verlegt werden, die in Zukunft für bessere Verbindungen bei den Anliegern sorgen sollen. „Die Arbeit ist zeitaufwändig und nicht offensichtlich“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Tiefbau- und Vermessungsamt.

Leitungen sorgen für lange Arbeitszeit

Zudem müssen einige provisorische Leitungstrassen geschaffen werden, damit Anlieger und Anwohner rund um die Boelckestraße auch während der Bauzeit mit Leitungswasser versorgt werden können. „Alle einzelnen Rohrleitungsstränge müssen vor der Einbindung in das Netz gereinigt und insbesondere für die Trinkwasserleitungen eine Probe im Labor auf Keimfreiheit untersucht und freigegeben werden“, erklärt die Stadt ein weiteres Detail im Bauplan.

„Es kann nur ein Schritt nach dem anderen gemacht werden.“ - Karsten Hense, Projektleiter

„Es kann nur ein Schritt nach dem anderen gemacht werden, was für einen Außenstehenden durchaus den Eindruck erwecken kann, dass es auf der Baustelle nicht weitergeht, da ein Graben auf und wieder zugemacht wird, um dann direkt daneben wieder einen Graben auf und zuzumachen“, erklärt Karsten Hense vom Wiesbadener Tiefbau- und Vermessungsamt als verantwortlicher Projektleiter, „aber die einzelnen Teilleistungen können versorgungstechnisch leider nur nacheinander und nicht gleichzeitig ausgeführt werden.“

Erst im September 2021, so schätzen die Verantwortlichen, sollen die Arbeiten in Fahrtrichtung Wiesbaden die Ernst-Galonske-Straße erreichen. So lange sei noch mit Verkehrsbehinderungen rund um die Baustelle zu rechnen. Voraussichtlich im Jahr 2022 wird dann die Verbreiterung in Richtung A671 fertiggestellt.

Hygienekonzept

Wegen der Corona-Auflagen herrscht auf der Baustelle zudem inzwischen ein strenges Hygienekonzept. Es sieht vor, die Zahl der Bauarbeiter pro Schicht möglichst gering zu halten. „So arbeiten verschiedenen Firmen derzeit grundsätzlich nicht in einem Graben oder Baufeld zusammen, sondern lediglich nacheinander oder wenn möglich mit größerem Abstand was den Anschein erwecken kann, dass nur wenig Personal auf der Baustelle tätig ist“, heißt es von den Verantwortlichen. (pk)

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