Warum ist der Opelbad-Eintritt so teuer?

Freibad ist in Wiesbaden nicht gleich Freibad, das wird vor allem bei den Eintrittspreisen deutlich. Ein Merkurist-Leser fragt sich: Warum kostet der Eintritt ins Opelbad mehr als doppelt so viel wie in anderen Wiesbadener Freibädern?

Warum ist der Opelbad-Eintritt so teuer?

Gerade jetzt, wenn die Temperaturen auf mehr als 30 Grad ansteigen, tut Abkühlung gut. Die kann man sich in Wiesbaden zum Beispiel in den Freibädern Maaraue, Kallebad, Kleinfeldchen oder Opelbad verschaffen. Betrieben werden alle genannten Bäder von „mattiaqua“, doch etwas unterscheidet sie: die Eintrittspreise. Das ist auch Merkurist-Leser Ben aufgefallen. In seinem Snip fragt er: „Wieso kostet das Opelbad 12 Euro und damit viel mehr als andere Wiesbaden-Bäder?“

In der Maaraue, dem Kallebad und dem Kleinfeldchen-Bad sind die Eintrittspreise identisch: Erwachsene zahlen 5,50 Euro, Kinder bis 17 Jahre 2,50 Euro. Im Opelbad müssen Erwachsene jedoch satte 12 Euro bezahlen, Kinder immer noch 6 Euro. Kinder erhalten im Opelbad während der Sommerferien auch keinen freien Eintritt, wie in den anderen drei Freibädern. Bei manchen Lesern entsteht der Eindruck, das Opelbad sei Besserverdienern vorbehalten und die höheren Preise sollen sozial schwächere Besucher abschrecken.

Das sagt der Badbetreiber

„mattiaqua“-Betriebsleiter Thomas Baum erklärt auf Anfrage von Merkurist: „Die Freibäder Kleinfeldchen, Kallebad und Maaraue sind als Sport- und Familienbäder zu betrachten.“ Hier seien Becken entsprechend der Sportstättenrichtlinien genormt. „Hinzu kommen jeweils großzügig angelegte Kinderplansch-Bereiche, Attraktionen wie Sprungtürme, Großrutschen oder eine Kletterwand sowie Sportflächen, wie etwa Felder für Fußball, Basketball oder Beach-Volleyball.“

Beim Opelbad dagegen „handelt es sich im Vergleich zu unseren anderen drei Freibädern nicht um ein Sport- und Familienbad“, so Baum. Die Kinder- und Sportbereiche seien hier lediglich überschaubar, dafür gibt es eine Sauna vor Ort, die im Preis mit inbegriffen ist. Das Opelbad wird tariflich mit Thermen und nicht mit den Sportbädern gleichgesetzt, daher auch die teureren Eintrittspreise. Es komme aber häufiger vor, dass Wiesbadener über die unterschiedlichen Eintrittspreise verwundert seien, sagt Baum.

Den Vorwurf, dass das Opelbad ein Schickimicki-Bad sei, könne man nicht verstehen. „Wir bieten mit acht Bädern und Thermen ein sehr breites Portfolio, das sämtliche Bedarfe berücksichtigt. Der preisliche Unterschied zwischen dem Opelbad und den anderen Freibädern bestand bereits lange bevor mattiaqua ins Leben gerufen wurde“, erklärt Baum.

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