Abgeschleppte Opelbad-Besucher: Stadt zahlt Knöllchen

Parkeinweiser schickten Autos ins Halteverbot

Abgeschleppte Opelbad-Besucher: Stadt zahlt Knöllchen

Es war ein herrlicher Tag: Strahlender Sonnenschein, entsprechende Temperaturen und Abkühlung im Freibad. Am Samstag, den 30 Juni, lockten die Opelbad Open mehr als 2000 Besucher in das Bad auf dem Neroberg. Die Veranstaltung versprach Schwimmen, Aqua-Jogging, Zumba, Schnupperkurse im Tauchen und einen tollen Blick über die Dächer Wiesbadens - alles bei freiem Eintritt. Kein Wunder also, dass viele Wiesbadener der Einladung nachkamen.

Damit tausende Menschen, die auch mit dem Auto anreisten, keine Straßen oder Rettungswege mit ihren Fahrzeugen blockieren, hatte Betreibermattiaqua, der stadteigene Bäderbetrieb der Stadt Wiesbaden, extra einen privaten Sicherheitsdienst organisiert. Dieser wies die vielen Autos auf den Parkplätzen ein und sorgte für Ordnung.

Schock nach dem Schwimmen

Den Nachmittag einiger Besucher brachten sie aber alles andere als in Ordnung: Als diese nämlich das Schwimmbad wieder verlassen hatten, waren ihre Autos plötzlich weg - abgeschleppt. Insgesamt 17 Fahrzeughalter suchten vergebens nach ihren Wagen. Der Grund: Sie standen im Halteverbot.

Wie sich herausstellte, wurden sie aber von der eigens dafür engagierten Firma auf diese Plätze gelotst. Die Folge: Entrüstung und Unverständnis. In den sozialen Netzwerken machte diese Nachricht schnell die Runde und brachte dem Bad ungewollte Publicity. Ganze 200 Euro wurden fällig, um die Fahrzeuge wiederzuerlangen.

Betreiber Reagiert

Am Donnerstagmorgen hat die Stadt mitgeteilt, dass man den 17 Fahrzeughaltern helfen wolle. „Sie wurden durch Einweiser einer privaten Sicherheitsfirma ins absolute Halteverbot gewunken“, bestätigt das Pressereferat die Anschuldigungen der Autofahrer. „Sie können aufatmen“, heißt es weiter.

Mattiaqua, der zuständige Betreiber des Opelbades, hat inzwischen mit allen Geschädigten Kontakt aufgenommen und kümmert sich darum, dass die entstandenen Aufwendungen den Fahrzeughaltern erstattet werden. So bleibt den Betroffenen zwar noch immer die Erinnerung an einen unschön endenden Sommertag, doch wird zumindest der finanzielle Schaden somit abgewendet.

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