OB Mende kritisiert Corona-Auflagen für Gastronomen

„Fünf-Quadratmeter-Regel“ gilt nur in Hessen

OB Mende kritisiert Corona-Auflagen für Gastronomen

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) hat Kritik an den Corona-Auflagen für Gastronomen in Hessen geäußert. Vor allem die „Fünf-Quadratmeter-Abstandsregel“ sei problematisch.

So zeigte Mende Verständnis für die Kritik der Gastronomen an der bestehenden hessischen Abstandsregel. Sie gilt sowohl im Innen- als auch im Außenbereich und besagt, dass jedem Gast fünf Quadratmeter Platz zustehen muss. Dementsprechend wird dadurch auch die maximale Anzahl an zugelassenen Gästen beschränkt. Eine Regel, die es in anderen Bundesländern nicht gibt und derzeit nur in Hessen greift.

„Die hessische Sonderregelung geht deutlich über die in den anderen Bundesländern geltenden Regeln hinaus“, so Mende. Er votierte für eine Angleichung des Sonderweges an den bundesweiten Standard. Denn in anderen Bundesländern gelten die aktuellen Abstandsregeln von 1,5 Metern, eine Begrenzung auf Quadratmeter gibt es nicht.

„Meine Kollegen und ich haben uns ja die Bedenken unserer Gastronomen angehört und versuchen nun, schnell und formlos zu helfen. Es ist wünschenswert, dass sich auch das Land Hessen den Regelungen in den anderen Bundesländern anschließt. Auch in Hessen sollten zugunsten der Gastronomie pragmatische Regeln gelten“, so Mende.

Der Oberbürgermeister appelliert aber auch zusammen mit Bürgermeister und Ordnungsdezernent Oliver Franz (CDU) an die Wiesbadener, sich zu Christi Himmelfahrt gemäß der Corona-Bestimmungen zu verhalten. „Dem Ausgehen und Feiern steht grundsätzlich nichts im Wege, aber auch an diesem Tag sollten die geltenden Abstandregeln eingehalten werden“, so Franz. „Es ist in unser aller Interesse, dass die Regelungen beachtet und befolgt werden.“ (df)

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