Rheinland-Pfalz kippt Visier als Maskenersatz - Zieht Hessen nach?

Eine Maske schützt am besten vor der Verbreitung des Coronavirus. Aber auch Gesichtsvisiere sind zugelassen, um zum Beispiel damit einkaufen zu gehen. In Rheinland-Pfalz wurde diese Regel nun gekippt. Wie sieht die Lage in Hessen aus?

Rheinland-Pfalz kippt Visier als Maskenersatz - Zieht Hessen nach?

Im Mai erlaubte das Land Hessen, in allen Bereichen, in denen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss, statt den klassischen Masken alternativ auch das Tragen eines Visiers (wir berichteten). Auch Rheinland-Pfalz zog nach und erlaubte die Masken-Alternative. Doch nun hat das Nachbarland zurückgerudert und gestattet die Visiere nur noch mit ärztlichem Attest. Wird das Visier nun auch in Hessen wieder verboten?

„Als Mund-Nasen-Schutz zählt jeder Schutz vor Mund und Nase, der geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern“, erklärt Alice Engel, Sprecherin des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und fügt explizit an: „Es können auch Gesichtsvisiere verwendet werden.“

Visiere sind unwirksamer

Ob die Entscheidung, Gesichtsvisiere wieder zu verbieten, auch in Hessen geprüft werde, dazu wollte sich das Ministerium auf Nachfrage nicht äußern. Experten sehen den Schutz der Plastikscheibe vor dem Gesicht allerdings kritisch. So erklärt etwa das Robert-Koch-Institut (RKI): „Die Verwendung von Visieren kann nach unserem Dafürhalten nicht als gleichwertige Alternative zur Mund-Nasen-Bedeckung angesehen werden.“

Als Begründung erklärt das RKI, dass Visiere maximal die direkt auf die Scheibe auftretenden Tröpfchen auffangen können. Nach Auffassung der Experten muss die Mund-Nasen-Bedeckung richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Vorbeiströmen von Luft an den Seiten zu minimieren. (nl)

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