Stadt will weniger Elterntaxis auf Wiesbadener Straßen

Neues Programm soll Zahl der Elterntaxis reduzieren

Stadt will weniger Elterntaxis auf Wiesbadener Straßen

Mit einem neuen Projekt will die Stadt Wiesbaden ein zu großes Aufkommen sogenannter Elterntaxis vermeiden, also Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schule bringen. Das teilte die Stadt am Dienstag mit.

Stattdessen wolle man sich eher für eine „eigenständige und umweltfreundliche Mobilität“ der Schüler einsetzten – zu Fuß, mit dem ÖPNV oder dem Fahrrad. Viele Wiesbadener Kinder würden nämlich noch immer täglich mit dem Auto bis vor die Schule gefahren werden, erklärt die Stadt. Weil die Kinder die Selbstständigkeit im Verkehr dadurch nicht lernen könnten, habe die negative Auswirkungen auf Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen.

Unter dem Motto „Besser zur Schule“ erarbeiten Schulen und die Stadt Wiesbaden nun gemeinsam integrierte Schulmobilitätspläne. Der Fokus des Programms liege darauf, Schulen, Schulträger und weitere Akteure aus der Verkehrs- und Schulwelt zu vernetzen. Den Anfang machten dabei mit der Diesterwegschule, der Pestalozzi-Schule, der Justus-von-Liebig-Schule, der Philipp-Reis-Schule und der Riederbergschule fünf Grundschulen. Die ersten Auftaktgespräche fanden Anfang Dezember statt; aktuell werden Stadtspaziergänge durchgeführt.

„Ein wichtiges Ziel für die Stadt ist der Wissenstransfer aus den ersten Schulprojekten. Es werden Übertragbarkeiten auf andere Schulstandorte geprüft, insbesondere auch Standorte weiterführender Schulen sollen später einbezogen werden“, erklärt Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne). Hessische Schulen, Schulträger und Kommunen können kostenfrei an dem Beratungsprogramm teilnehmen, um den Verkehr von und zu Schulen nachhaltiger, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten.

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