Nach Unfall: Sicherheitsmaßnahmen am Kamelgehege verstärkt

Trotzdem zweifelt Zoo nicht an seinem Sicherheitskonzept

Nach Unfall: Sicherheitsmaßnahmen am Kamelgehege verstärkt

Statt dem leicht porösen und niedrigen Drahtzaun, der das Kamelgehege abgrenzte, hat der Zoo nun einen neuen und höherer Zaun um die Anlage aufgestellt. Damit reagiert der Zoo auf den Unfall des zweijährigen Fisals, der in den Wassergraben der Kamelanlage ertrank.

Obwohl der Zoo „als vorläufige Maßnahme“ die Sicherheitsvorkehrungen am Kamelgehege verstärkt hat, hält er weiterhin an seinem alten Sicherheitskonzept fest. Trotzdem zeigt sich die Freizeiteinrichtung schockiert über den Unfall. „Jeder Unglücksfall ist ein Fall zu viel“, heißt es vonseiten des Zoos. Man werde nun die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft abwarten, informiere sich derzeit aber schon in alle Richtungen. Zudem lasse sich der Zoo hinsichtlich Sicherheitsvorkehrungen beraten.

Währenddessen haben die Eltern von Fisal einen Anwalt hinzugezogen. Gegenüber der Hessenschau kritisierte der Vater den Zoo. „Das darf nicht passieren“, sagt er. Die Eltern hatten ihren Sohn laut eigenen Aussagen nur für Sekunden aus den Augen gelassen, hatten sich auf einer angrenzenden Bank niedergelassen, während ihre Kinder am Kamelgehege standen.

Fisal fiel am 16. Juni in den Wassergraben des Kamelgeheges und ertrank dort. Rettungskräfte konnten den Zweijährigen nicht mehr reanimieren. Stadt und Zoo zeigten sich bestürzt über den Vorfall.

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