Weniger Elterntaxis in Hessen

Hälfte der Schüler und Azubis nutzen Schülerticket

Weniger Elterntaxis in Hessen

Das 2017 eingeführte Schülerticket in Hessen sorgt dafür, dass weniger Elterntaxis an den Schulen unterwegs sind. Etwa ein Fünftel (18 Prozent) der Schüler mit Schülerticket wurden seltener mit dem Auto zur Schule gebracht oder von dort abgeholt. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Begleitstudie, wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Dienstag mitteilt.

Die Zahl der Schüler und Auszubildenden mit ÖPNV-Ticket kletterte seit Einführung des Schülertickets um etwa 20 Prozent nach oben. „Das hat zur Refinanzierung der Preissenkung beigetragen und stärkt den ÖPNV, weil sich dessen Einnahmen und die Nutzung damit verstetigen und verbessern“, so Al-Wazir.

In den meisten Fällen werde das Ticket laut Studie im Alltag und nicht für längere Fahrten genutzt. Mehr als 90 Prozent nutzten das Ticket vor allem im Nahbereich und nicht mehr als zweimal täglich. „Von einem ‘Städtetourismus’ kann keine Rede sein“, heißt es dazu in der Zusammenfassung der Studie. Die Untersuchung basiert auf Vertriebsdaten und Befragungen, die während der dreijährigen Einführungsphase des Tickets erhoben wurden.

Hintergrund:

Mit dem Schülerticket können Schülerinnen, Schüler und Auszubildende für 365 Euro jährlich Busse und Bahnen in ganz Hessen benutzen. Im Schuljahr 2019/20 – dem letzten Jahr der Studie – wurden 418.000 Stück verkauft. Damit haben über die Hälfte der Schüler und Azubis ein Schülerticket.

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