Die Freiheitsstatue steht auf Amöneburger Zement

Was hat die Freiheitsstatue mit Wiesbaden zu tun? Tatsächlich ziemlich viel. Denn ohne ein Amöneburger Unternehmen würde das Wahrzeichen heute vielleicht nicht so fest stehen.

Die Freiheitsstatue steht auf Amöneburger Zement

Als Wilhelm Gustav Dyckerhoff im Juni 1846 die „Portland-Cement-Fabrik Dyckerhoff & Söhne“ in Amöneburg gründete, hätte er wohl nicht zu träumen gewagt, was 20 Jahre später passieren würde. 1884 wirkte das Unternehmen am Bau eines der bekanntesten Wahrzeichens der Welt mit.

Einziges Zement, das passte

Tatsächlich geht es um kein geringeres Monument als die Freiheitsstatue im New Yorker Hafen. Um „Lady Liberty“ auf Liberty Island aufstellen zu können, brauchte es ein widerstandsfähiges Fundament. Und hier kam Dyckerhoff zum Einsatz.

Der Zement des Unternehmens war damals der einzige, der ausreichend wasserfest war. Also lieferten die Amöneburger 8000 Fass Zement nach New York. Die daraus hergestellte Betonmasse war die bis dahin größte weltweit. Der Auftrag war ein Meilenstein für das Unternehmen und einer der größten Aufträge jener Zeit aus den USA. Wenige Jahre später am 28. Oktober 1886 weihte der damalige Präsident Grover Cleveland und Gouverneur von New York die auf Amöneburger Zement stehende Statue schließlich ein.

Weitere bekannte Gebäude

Die Freiheitsstatue ist zwar wohl das weltweit bekannteste Bauwerk, an dem Dyckerhoff mitgewirkt hat, aber nicht das einzige. 1926 entwickelte das Unternehmen einen speziellen Zement für das Fundament des Mainzer Doms und half so wohl dabei, das einsturzgefährdete Gebäude zu retten. Für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche hat Dyckerhoff mehrere Mauermörtel entwickelt, die den Eigenschaften der Originalmörtel aus dem Jahr 1726 entsprechen. Der Sprungturm des Berliner Olympiastadions war darüber hinaus eine der ersten Konstruktionen, die aus dem weißen Beton des Unternehmens errichtet wurden.

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