Ein Wiesbadener Student kämpft um den Titel „Mister Germany“

Der 22-jährige David Wenzel wohnt und studiert in Wiesbaden. Von hier aus will er seine Modelkarriere starten. Dabei soll ihm der Titel „Mister Germany“ helfen.

Ein Wiesbadener Student kämpft um den Titel „Mister Germany“

Er ist 1,86 Meter groß, 22 Jahre alt, blond und aus Wiesbaden: David Wenzel trägt seit November offiziell den Titel „Mister Westdeutschland“ und gilt somit als einer der schönsten Männer der Bundesrepublik. Jetzt hat er sein nächstes Ziel vor Augen. Ende des Jahres will er Mister Germany werden. Wie er sich darauf vorbereitet und was ihn antreibt, erzählt er im Gespräch mit Merkurist.

Wettbewerb mit Jury

„Der Charakter fließt in die Bewertung mit ein.“ - Model David Wenzel

„Im Grunde genommen ist es natürlich ein Schönheitswettbewerb“, spricht Wenzel über die bevorstehende Mister-Wahl. „Doch gerade in der Vorbereitung geht es nicht nur darum, gut auszusehen“, erklärt er weiter. Zwar müsse er sich im November vor der Jury in zwei Outfits auf dem Laufsteg präsentieren, doch auch andere Talente seien dort gefragt. „Jeder Kandidat muss sich selbst vorstellen. Der Charakter fließt in die Bewertung mit ein. Das heißt, man muss im Vorfeld gut überlegen, wie man sich darstellen will“, sagt Wenzel und betont, dass er „mehr drauf hat, als nur hübsch zu lächeln“.

Wenn Wenzel nicht als Model vor der Kamera posiert, spielt er Klavier, treibt Sport und studiert an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden. „Mein Traum ist es, Model zu werden. Durch mein Studium im Fach Media Management lerne ich das Medien- und Showbusiness aber auch von der anderen Seite kennen. Gleichzeitig ist das Modeln ein guter Nebenjob, der sich mit den Vorlesungszeiten vereinbaren lässt“, beschriebt er seinen Alltag. Doch bis er in eine Agentur in Frankfurt aufgenommen wurde, hat der 22-Jährige schon einige Jahre Erfahrung vor der Kamera gesammelt.

Natürlichkeit ist gefragt

„Meine erste Kampagne hatte ich als Kind.“ - Model David Wenzel

„Meine erste Kampagne hatte ich als Kind“, erinnert er sich. In seiner Heimat Kalletal war er gemeinsam mit seinen Eltern als Familie auf Plakaten zu sehen — um Werbung für ein Schwimmbad zu machen. „Das Schöne daran war, dass wir genau das darstellten, was wir wirklich waren: Eine Familie aus der Region, die selbst als Badegast zum Schwimmen kommt.“ Für Wenzel sei es wichtig, als Model nicht zur Kunstfigur zu werden. Seine zweite große Kampagne war deshalb für eine Bank, bei der er selbst eine Ausbildung gemacht hat.

„Natürlichkeit und Identifikation mit einem Produkt sind sehr gefragt in der Branche“, erklärt Wenzel. „Gerade bei Männern ist der Markt nicht so überschwemmt, wie bei den weiblichen Models. Deshalb muss man sich nicht so sehr verstellen, um aufzufallen.“ Das schlage sich auch in seinem Aussehen nieder. „Ich habe weder gebleachte Zähne, noch künstlich gebräunte Haut“, betont Wenzel. Zudem habe er schon immer Sport betrieben und sich gesund ernährt. „Durch meinen Lebensstil muss ich auf nichts verzichten. Doch wer Erfolg haben will, sollte wissen, dass lange Partynächte und Fastfood für Models ein No Go sind“, betont er. Das gelte besonders, wenn am nächsten Tag ein Shooting ansteht.

Titel als Türöffner

Und dafür reist Wenzel regelmäßig durch ganz Deutschland. „Ich habe mir in verschiedenen Städten ein Netzwerk mit Fotografen aufgebaut. Außerdem war ich einen Monat in Asien, um Fotos an exotischen Stränden zu machen“, erzählt er. Aber auch in Wiesbaden stehe er regelmäßig vor der Kamera. „Im Stadtwald gibt es viele tolle Kulissen — und natürlich auf dem Neroberg“, nennt er Beispiele. Seine Bilder zeigt er bei Instagram, wo ihm bereits jetzt mehr als 11.600 Nutzer folgen. Wenn er im November den Titel „Mister Germany“ ergattern kann, hofft er auf weitere Fans. „Die Wahl soll vor allem eine Sprungbrett für mich sein. Mit dem Titel wird man bekannt und das erhöht die Chancen auf Modelaufträge“, sagt er. (nl/lp)

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