Radfahren verboten: Neues Schild am Rheinufer

Radfahren verboten, sagt ein neues Schild am Rheinufer. Aber von wem wurde es aufgestellt? Und warum?

Radfahren verboten: Neues Schild am Rheinufer

Seit 25 Jahren fährt Merkurist-Leser Michael mit seinem Fahrrad am Rheinufer entlang. Warum auch nicht? Eine schöne Aussicht und eine frische Brise sind dort garantiert. Auch zwischen Amöneburg und Biebrich radelt Michael gerne — doch seit Kurzem wurde dort ein Schild angebracht, dass das Radfahren in einem Abschnitt der Uferstrecke verbietet. In seinem Snip möchte Michael wissen, warum das so ist.

Konkret geht es um einen Abschnitt in Biebrich am Ufer zwischen Rhein und Industrieanlagen, den Leinpfad. Dieser gehört aber nicht der Stadt, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilt, sondern dem dort ansässigen Unternehmen InfraServ.

Dort weiß man auch, warum Radfahren in dem Abschnitt verboten ist. Wie Thomas Deichmann, Leiter der Unternehmenskommunikation bei InfraServ erklärt, ist das Radfahren auf dem Weg schon seit Jahren verboten. „Die entsprechenden Radwege — R3 — sind auch seit vielen Jahren so ausgewiesen“, sagt er. Diese führten in dem Teilstück auf die Rheingaustraße. Dass das Verbotsschild neu ist, kann aber auch Deichmann bestätigen. Allerdings stand auch früher schon einmal ein Radverbots-Schild dort. „Es wurde aber im Rahmen der Neugestaltung des Rheinuferbereichs durch die Stadt Wiesbaden im Jahr 2018 entfernt.“

Aber warum müssen Radfahrer von der schönen Strecke abweichen und einen Bogen nehmen? Laut Deichmann hat das Sicherheitsgründe: „Hintergrund dieser Vorsorgeregelung für den Fahrradverkehr ist die direkt auf den Leinpfad angrenzende Zufahrt zur Biologischen Abwasserreinigungsanlage auf der vorgelagerten Insel Petersaue und zur Hafenanlage des Industrieparks“, so der Sprecher. In dem Bereich sei immer mit Pkw- und Lkw-Verkehr zu rechnen. So mag der Umweg für Radler ärgerlich sein, sicherheitshalber sollte man ihn jedoch in Kauf nehmen. (mm)

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