Mieser Corona-Trick: Falsche Ärztin will Wiesbadener Seniorin reinlegen

Polizei gibt Tipps bei verdächtigen Anrufen

Mieser Corona-Trick: Falsche Ärztin will Wiesbadener Seniorin reinlegen

Eine falsche Ärztin hat in der vergangenen Woche versucht, eine Wiesbadener Seniorin am Telefon reinzulegen. Das meldet die Polizei.

Die „Schockanruferin“ gab vor, eine Ärztin aus einem umliegenden Krankenhaus zu sein. Sie täuschte der Seniorin vor, dass ihr Sohn mit einer schweren Covid19-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden sei und ein seltenes und teures Medikament aus der Schweiz brauche. Wegen dieses Medikaments wurde die Dame dann aufgefordert, einen Vorschuss von mehreren Tausend Euro zu zahlen. Die Seniorin ging der Lügengeschichte jedoch nicht auf den Leim. Sie kontaktierte stattdessen das genannte Krankenhaus und ihren Sohn, der Betrug flog auf.

Die Polizei registriere immer wieder Fälle, bei denen Kriminelle weiterhin die Angst vor dem Coronavirus nutzen. Bei den „Schockanrufen“ erzeugen die Kriminelle bedrohliche Szenarien, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Das Spiel mit den Emotionen diene nur einem Zweck: Es soll die Opfer dazu bringen, ihre Skepsis zurückzustellen und den Betrügern auf den Leim zu gehen.

Bei verdächtigen Anrufen soll man sich bei der Polizei melden und nicht auf die Forderungen der Anrufer eingehen. „Sagen Sie den Personen am Telefon, dass Sie sich zunächst rückversichern wollen“, so die Polizei. Tatsächliche Verwandte, medizinisches Personal oder Amtspersonen hätten dafür in jedem Fall Verständnis. „Beachten Sie zudem: Ärztinnen, Ärzte oder anderes Klinikpersonal werden Sie niemals am Telefon dazu auffordern, für Behandlungskosten Ihrer Angehörigen aufzukommen.“

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