Sven Gerich tritt zur Oberbürgermeister-Wahl im Mai nicht mehr an

Statement am Donnerstagvormittag

Sven Gerich tritt zur Oberbürgermeister-Wahl im Mai nicht mehr an

Der Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich erklärte am Donnerstagmorgen in einer Pressekonferenz, dass er nicht erneut für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren wird. Seine bestehende Amtszeit wird er jedoch zu Ende führen.

Gerich gab an, die vergangenen fünf Jahre seien eine erfolgreiche Zeit gewesen. „Neben vielen Erfolgen habe ich jedoch auch Fehler gemacht. Fehler, die ich persönlich zu verantworten habe“, räumte er ein. Gleichzeitig betonte er aber, er habe sich keine Bestechlichkeit zu Schulden kommen lassen.

Dennoch, so Gerich, habe er im Bereich seiner privaten Lebens- und Urlaubsgestaltung an mehreren Stellen die notwendige Sensibilität vermissen lassen. „Ich habe dazu in mehreren Sitzungen des Revisionsausschusses Rede und Antwort gestanden und mich aktiv an der Aufarbeitung der Sachverhalte beteiligt.“ Auch werde er die Staatsanwaltschaft nach Kräften bei ihrer Arbeit unterstützen.

Gerich sprach von einer Kampagne, die bewusst von wenigen Personen betrieben worden sei. „Es ist eine Schlammschlacht“, so Gerich im Rathaus. Es sei auch nicht abzusehen, dass diese Schmutzkampagne ein baldiges Ende finden würde. Sowohl Gerich als auch Personen aus seinem familiären Umfeld hätten Drohbriefe erhalten. „Hiermit wurde für mich die Grenze des Zumutbaren überschritten“, sagte Gerich.

Außerdem beteuerte Gerich, immer zum Wohl der Stadt Wiesbaden gehandelt zu haben. „Mit dem heutigen Schritt, der mir nicht leichtfällt, hoffe ich in diesem Sinne weiteren Schaden von den Institutionen dieser Stadt abzuwenden, da ich meinen Gegnern keine weitere Angriffsfläche mehr biete.“ Noch am Donnerstag wird die SPD Wiesbaden in einer geschlossenen Sitzung zusammen kommen und über die neue Situation beraten.

(ms)

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