Wie es an der Dauerbaustelle Mosburg weitergeht

Seit Jahrzehnten ist das Betreten der Mosburg-Ruine im Biebricher Schlosspark verboten. Die Sehenswürdigkeit wird saniert - und die Arbeiten stehen noch immer nicht vor dem Abschluss.

Wie es an der Dauerbaustelle Mosburg weitergeht

Neben dem eigentlichen Schloss an der Südseite, ist die Mosburg am Weiher das wichtigste Wahrzeichen des Biebricher Schlossparks. Herzog Friedrich August von Nassau ließ sie Anfang des 19. Jahrhunderts bauen — als Ruine. Denn ein künstlich gealterter Bau sollte damals ein romantisches Flair an den Teich bringen und inspirierte viele Künstler, die sich dort ein Atelier einrichteten.

Den Blick auf die Burg genießen Parkbesucher noch heute regelmäßig beim Spazieren gehen. Auch als Fotomotiv ist sie beliebt, regelmäßig posieren Familien oder Brautpaare vor der Sehenswürdigkeit. Doch das Innere der Ruine kennt kaum einer, denn seit Jahren ist das Betreten verboten.

Seit Jahrzehnten gesperrt

„Der erste Bauabschnitt der aktuellen Maßnahme wurde 2001 begonnen.“ - Sprecher LBIH

„Der Zustand der Mosburg, auch bedingt durch Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, hatte eine Sperrung der Burg schon vor Jahrzehnten nötig gemacht“, erklärt ein Sprecher des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH) auf Anfrage von Merkurist. Doch seit Jahren laufen auch Sanierungsarbeiten, damit das Wahrzeichen des Parks irgendwann wieder begehbar wird. „Der erste Bauabschnitt der aktuellen Maßnahme wurde 2001 begonnen“, so der Sprecher. Fast 20 Jahre später laufe nun der vierte Bauabschnitt.

„Dazu zählen die Instandsetzung des Außenmauerwerks des nordöstlichen Kernbereiches sowie die Wiederherstellung der dortigen Überdachung“, erklärt der Sprecher die aktuellen Maßnahmen. Zudem werden verschiedene Geländer, unter anderem im Treppenhaus der Burgruine, restauriert. Nach historischem Vorbild soll das Treppenhaus außerdem Außentüren und Fensterläden erhalten, ebenso die Aussichtsplattform, die sogenannte Belvedere.

Weitere Pläne

Doch auch nach diesem Schritt, wird die Mosburg noch nicht ganz fertig sein. „Es sollen noch weitere Baumaßnahmen folgen, die etwa die Instandsetzung der Brücke zur Burg betreffen“, so die Information durch den LBIH. Wie lange diese Arbeiten dauern werden, könne man derzeit noch nicht absehen.

„Es ist angedacht, den Weiher auf seine frühere Größe auszuweiten.“ - Sprecher LBIH

Dabei plane man schon einen nächsten Schritt. Denn neben der Ruine soll auch der angrenzende Weiher umgestaltet werden. „Es ist angedacht, den Weiher auf seine frühere Größe auszuweiten. Das Gartendenkmal soll durch diese Maßnahme wieder einen Teil seiner historischen Wasserfläche zurückerhalten, so dass die Mosburg faktisch wieder auf einer Insel liegt“, so der LBIH-Sprecher. Von dieser Maßnahme sollen dann vor allem die Tiere und Pflanzen in dem Bereich des Parks profitieren. Genaue Pläne gibt es für das Vorhaben im denkmalgeschützten Park noch nicht, jedoch seien erste Vorüberlegungen getroffen worden. (ms)

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