Esprit-Store in Wiesbaden steht vor dem Aus

In ganz Deutschland will die Mode-Kette „Esprit“ jede zweite Filiale schließen. In Wiesbaden steht der Nachfolger für die Räumlichkeiten am Mauritiusplatz schon fest.

Esprit-Store in Wiesbaden steht vor dem Aus

„Die Auswirkungen von COVID-19 haben die Modebranche schwer getroffen“, sagt Anders Kristiansen, CEO der Esprit-Gruppe. Die Marke musste im April einen Schutzschirm anmelden, denn der Lockdown habe das Unternehmen schwer getroffen.

Nachdem sich das Unternehmen wegen der Krise bereits im Frühjahr komplett vom asiatischen Markt zurückzog, kündigt die Gruppe jetzt auch zahlreiche Store-Schließungen in Deutschland an: Von den rund 100 Filialen bundesweit soll jede zweite geschlossen werden, um Kosten für Miete und Personal einzusparen. Rund 1200 Angestellten aus den Läden und der Verwaltung droht deshalb die Kündigung.

Davon könnte auch der Standort Wiesbaden betroffen sein. Bereits im Februar 2018 wollte die Marke ihren Laden am Mauritiusplatz aufgeben (wir berichteten). Trotz angekündigter Schließung lief der Verkauf aber weiter. Etwa zeitgleich beschloss die Marke eine neue Gesamtstrategie für das Unternehmen und will seitdem ihr Image als Lifestyle-Brand aufbessern, mehr auf Nachhaltigkeit setzen und sowohl Marketing als auch den Verkauf online ausbauen.

Ende des Jahres droht der Rückzug von Esprit aus der Wiesbadener Fußgängerzone erneut: Dann soll die Buchhandlung Hugendubel in die Geschäftsräume einziehen (wir berichteten). Der Termin fällt zeitlich mit den angekündigten Schließungsterminen der rund 50 Esprit-Stores deutschlandweit zusammen, denn das Unternehmen peilt das Aus für die betroffenen Filialen für Ende November an.

Eine Anfrage von Merkurist an Esprit, ob eine Wiedereröffnung in Wiesbaden an einem anderen Standort vorgesehen ist, blieb bis zum Erscheinen dieses Beitrags unbeantwortet. Welche Standorte genau zum Jahresende schließen, will die Unternehmensgruppe im September mitteilen. Bis dahin, so teilt Esprit in einer Pressemitteilungen mit, laufen noch Gespräche und Gehaltsverhandlungen mit den Mitarbeitern. Ziel der Firma sei es, im Zuge des Schutzschirmverfahrens rund 100 Millionen Euro jährlich einzusparen. (nl)

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