ESWE beklagt Vandalismus an Leihrädern

Das „meinRad“-Angebot der Stadt Wiesbaden gibt es noch nicht lange. Trotzdem wurden schon viele Räder beschädigt oder sogar gestohlen. Die ESWE will jetzt etwas dagegen unternehmen.

ESWE beklagt Vandalismus an Leihrädern

Eigentlich sollte das „meinRad“-Leihsystem der ESWE dafür sorgen, das fahrradunfreundliche Image der Stadt ein bisschen aufzupolieren. Gleichzeitig wollte man den Wiesbadenern ermöglichen, schnell und umweltfreundlich an ihr Ziel zu kommen. Doch nicht alle gehen sorgsam mit den Rädern um.

100 Räder gestohlen oder beschädigt

8000 Kunden haben sich laut ESWE registriert, weit über 12.000 Fahrten habe das Unternehmen schon verzeichnen können. Unter den 8000 Kunden-Registrierungen seien nach derzeitigem Stand aber einige unrechtmäßige Kunden-Accounts angelegt worden. Das habe dazu geführt, dass aktuell rund 100 der 500 Fahrräder an den 50 Wiesbadener Stationen entweder gestohlen oder ramponiert zurückgegeben worden sind.

„Leider gibt es neben den vielen korrekten Kunden auch einige mit krimineller Energie“ - Jörg Gerhard

„Leider gibt es neben den vielen korrekten Kunden auch einige mit krimineller Energie“, sagt ESWE-Geschäftsführer Jörg Gerhard. Diese würden online falsche Daten eingeben, sich darüber ein Fake-Profil erstellen, eines der Räder mieten, es aber nicht zurückbringen oder beschädigen.

Um das Problem zu beseitigen, hat ESWE die Registrierung über die „meinRad“-App jetzt um ein neues Modul erweitert: Wer sich ein Rad leihen möchte, kann sich zwar immer noch über die App registrieren und erhält dann eine Bestätigungsmail. Dann - und das ist neu - muss sich der Kunde aber zur Verifizierung seiner Daten mit einer EC- oder Kreditkarte und einem Lichtbildausweis in der Mobilitätszentrale im Luisenforum melden. Die Mitarbeiter dort schalten den Account frei und der Kunde kann losradeln.

Wer schon registriert ist, kann die Räder aber weiterhin nutzen, ohne sich ein zweites Mal anzumelden.

Logo