Festivalatmosphäre im Kulturpark

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen verwandelte sich der Kulturpark hinter dem Schlachthof wieder in ein großes Open-Air-Gelände. Bon Iver, Frank Turner, Muff Potter und andere Bands sorgten für Festival-Feeling.

Festivalatmosphäre im Kulturpark

Im vergangenen Jahr strömten an fünf Tagen rund 40.000 Menschen in den Kulturpark hinter die große Halle des Wiesbadener Schlachthofs. Und auch in diesem Jahr sollte das Projekt „Schlachthof Open Air“ fortgesetzt werden — allerdings in abgespeckter Form. Statt fünf gab es in diesem Jahr nämlich nur zwei Abende, an denen die Open Air-Tradition des Schlachthofs aufleben durfte.

Den Anfang machte am Freitag, den 19. Juli, das amerikanische Singer-Songwriter-Projekt Bon Iver. Es ging gemächlich zu, mit ruhigen, leisen und gelegentlich mal lauten Tönen. Tags drauf, am Samstag, wurde es laut: Mit Tim Vantool, Elfmorgen, Schmutzki, Muff Potter und Frank Turner standen gleich fünf Künstler an einem Tag auf der Bühne. Da kam Festivalatmosphäre auf.

Streetfood, Bier und Livemusik

Das lag aber nicht nur an der Anzahl der Bands, sondern auch an dem Gelände. Sehr weitläufig erstreckt sich der Bereich hinter der Halle. Nach dem Einlass erwartete die Besucher direkt die Bühne. Der Weg zum Ende des Geländes war von Ständen und Sitzmöglichkeiten gesäumt.

So hatten diverse Organisationen wie „Sea Shepherd“ und „Viva con Agua“ einen Stand. Am Deportationsmahnmal wurde auf die Geschichte des Ortes aufmerksam gemacht. Aber natürlich waren auch diverse Food-Trucks und Essensstände vor Ort und auch Bier und andere Getränke wurden an den Mann gebracht. Biertische und -bänke luden die Besucher neben den vielen anderen Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein.

Feiern zu Frank Turner

Und so war es vor der großen Bühne zeitweise auch richtig leer. Das lag aber daran, dass sich viele Besucher die Bands von der Wiese oder dem Bierstand aus angeschaut haben. Je später der Abend, desto voller aber auch der Bereich vor der Bühne.

Und spätestens zu Frank Turner hielt es auch kaum einen mehr auf dem Boden. Es wurde getanzt, gehüpft, gesungen und gefeiert. „Hoffentlich gibt es das auch nächstes Jahr noch“, konnte man als Gesprächsfetzen bei vielen Besuchern auffangen, als sich die Menschen gegen 23 Uhr zum Ausgang des Geländes aufmachten. (ms)

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