„Plogging“ - Wie man in Wiesbaden etwas gegen Müll tun kann

Gerade während der Corona-Zeit häuft sich illegal abgelegter Müll in Wiesbadens Grünanlagen. Verschiedene Inititativen treffen sich regelmäßig, um sportlich etwas gegen das Abfallproblem zu unternehmen.

„Plogging“ - Wie man in Wiesbaden etwas gegen Müll tun kann

Durch die Beschränkungen aufgrund des Coronavirus haben viele Wiesbadener die Natur neu entdeckt. Weil viele andere Freizeitbeschäftigungen nicht möglich sind, verbrachten viele die Zeit mit Spaziergängen am Rheinufer oder im Kurpark. Ärgerlich ist dabei der viele Müll, der nicht nur während Corona die Grünanlagen verunstaltet.

CleanUp Wiesbaden

Um etwas gegen den Müll zu tun, hat sich schon vor ein paar Jahren die Gruppe „Clean Up Wiesbaden“ gegründet. „Wir treffen uns ein Mal monatlich am Biebricher Rheinufer, um den Müll dort aufzusammeln“, erklärt Tanja Methien, Mitinitiatorin von CleanUp. Das Aufsammeln von Müll in der Freizeit wird immer beliebter und hat mittlerweile sogar einen eigenen Namen: Plogging, als ein Mischwort aus „Joggen“ und „plocka“, schwedisch für Aufsammeln.

Methien kann bestätigen, dass in der Corona-Zeit deutlich mehr Abfälle in der Natur zurückgelassen werden. Daher braucht die Gruppe jetzt zusätzliche Freiwillige, die bereit sind, die Stadt sauberer zu machen: „Jede Sammelaktion muss koordiniert werden, damit die Flächen auch gleichmäßig gereinigt werden.“ Außerdem muss genügend Material wie Greifzangen, Handschuhe und Abfallsäcke bereitgestellt werden. „Wir treffen uns jeden ersten Sonntag um 11 Uhr am Biebricher Rheinufer. Jeder ist gerne eingeladen, mitzumachen“, so Methien. Wer mitmachen will, kann sich auf der Facebook Seite von CleanUp informieren.

Methien ist auch nicht die einzige aktive Müllsammlerin in Wiesbaden. „Einige haben sich von uns inspirieren lassen und sammeln auch in anderen Stadtteilen Müll.“ So gebe es etwa eine aktive Gruppe, die rund um das Nerotal und den Neroberg auf Sammeltouren geht. „Es würde uns freuen, wenn sich weitere Ortsgruppen bilden, die dann eigenständig Aktive suchen“, so Methien. Besonders im Innenstadtbereich, etwa im Kurpark oder im Westend gebe es viel Handlungsbedarf.

Sauberhaftes Hessen

Wer wissen möchte, wo es vor Ort Müll-Sammelaktionen gibt, kann sich auch bei „Sauberhaftes Hessen“ informieren. Die 2002 vom hessischen Umweltministerium gestartete Kampagne versucht Sammelaktionen wie die von „CleanUp Wiesbaden“ zu bündeln. Wer also selbst in seinem Stadtteil eine Sammelaktion starten will, kann über das Portal weitere Mitstreiter finden. (ms)

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