Stadt soll Ersatz für 91 Parkplätze in der Sonnenberger Straße schaffen

Die Sonnenberger Straße wird saniert. In diesem Zuge entstehen dort auch neue Radwege, wodurch allerdings 91 Parkplätze wegfallen werden. Um den Autofahrern eine Ausweichmöglichkeit zu bieten, soll die Stadt jetzt Ersatzparkplätze schaffen.

Stadt soll Ersatz für 91 Parkplätze in der Sonnenberger Straße schaffen

Es war ein großes Diskussionsthema im Ortsbeirat Nordost: Das Verkehrsdezernat will einen Teil der Sonnenberger Straße sanieren, mit Radwegen ausstatten — und dafür Parkplätze streichen. Die 91 wegfallenden Parkmöglichkeiten bereiteten vor allem FDP und CDU im Ortsbeirat sorgen. Die nahe gelegenen Parkhäuser seien überfüllt, zudem würden Autofahrer dann auf die angrenzenden Wohnstraßen ausweichen.

Um die Parkplätze doch noch zu retten, diskutierte man über andere Möglichkeiten, kam aber auf keinen gemeinsamen Nenner. Am Ende stimmten CDU und FDP gegen den neuen Radweg. Kommen wird er aber trotzdem; der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr hat die Baumaßnahme beschlossen. Allerdings mit einem Zusatz: Die CDU Rathausfraktion forderte, dass Ausweichparkplätze geschaffen werden.

Ausweichmöglichkeiten in der Nähe

Bevor die Baumaßnahme in der Sonnenberger Straße überhaupt starten wird, soll der Magistrat auf Grundlage des CDU-Änderungsantrags Pkw-Stellplätze in unmittelbarer Nähe zur Verfügung stellen. Die eine Hälfte der Ausweich-Parkplätze könnte an der Prinzessin-Elisabeth-Straße neben dem Sozialministerium entstehen. Ein Teil der freien Fläche am Paulinenhang, die aktuell für die Baustelle am Kureck genutzt wird, soll für das öffentliche Parken zur Verfügung gestellt werden. Sobald weitere Teile der Fläche nicht mehr für die Baustelle benötigt werden, könnten noch weitere Plätze hinzukommen.

Die andere Hälfte der wegfallenden Parkplätze in der Sonnenberger Straße werden, wenn es nach der CDU geht, durch Stellplätze in der Kurhaus-Tiefgarage ersetzt. Dafür sollen dort weniger Dauerparkkontingente zur Verfügung gestellt werden, damit mehr Platz für die Ausweicher aus der Sonnenberger Straße bleibt.

Magistrat muss Gespräche führen

Mit ihrem Änderungsantrag überzeugte die CDU-Fraktion die Mehrheit des Ausschusses für Planung, Bau und Verkehr. Lediglich Vertreter von FDP und AfD stimmten gegen den Antrag und damit gegen die Sanierung und den Ausbau der Sonnenberger Straße. Der Magistrat muss den Antrag mit den Änderungen jetzt prüfen und Gespräche mit den Ministerien des Landes und dem Tiefgaragenbetreiber führen, um die Ausweichparkplätze schaffen zu können.

Die Sanierung und der Bau der neuen Radwege zwischen der Wilhelmstraße und der Josef-von-Lauff-Straße könnte schon in den Sommerferien beginnen. In Zukunft werden Fahrradfahrer in beide Richtungen Radwege nutzen können, die teilweise durch Protected Bike Lanes von der Fahrbahn abgetrennt werden. Die Kosten für die Baumaßnahme liegen bei knapp einer Millionen Euro. (nl)

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