Gegen Kriminalität: Wie die Grünfläche am Hauptbahnhof attraktiver werden soll

Die Herbert-Anlage am Hauptbahnhof hat bei vielen Wiesbadenern keinen guten Ruf. Mit umfangreichen Sanierungsarbeiten soll die gesamte Anlage zukünftig zum beliebten Treffpunkt werden.

Gegen Kriminalität: Wie die Grünfläche am Hauptbahnhof attraktiver werden soll

Besonders im Sommer trifft man in den Reisinger-Anlagen am Hauptbahnhof viele verschiedene Menschen. Dort tummeln sich Eltern, die mit ihren Kindern an den Wasserstellen spielen, Pärchen, die auf dem grünen Rasen picknicken und junge Leute, die sich Frisbeescheiben zuwerfen. Im hinteren Teil der Grünfläche, der Herbert-Anlage, wird dieses harmonische Miteinander allerdings oftmals getrübt. Immer wieder wird vor allem die Wandelhalle nahe dem RheinMain CongressCenter (RMCC) Ziel von Vandalismus. Unbekannte beschmieren sie mit Graffitis, zerschlagen die Glasscheiben an der Wand und hinterlassen Müll. Laut Stadt ist die Halle außerdem Anlaufpunkt für Dealer und Drogenkonsumenten.

Weil dadurch viele Wiesbadener die Anlage meiden würden, soll sich an der Herbert-Anlage grundlegend etwas ändern. Mithilfe von umfangreichen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen soll die Anlage attraktiver werden. Und die Arbeiten sind bereits in vollem Gange.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten

Bereits Anfang des Jahres waren vor Ort Bauarbeiten zu erkennen. Damals erklärte die Stadt, dass die Treppenanlagen und die Bodenbeläge der Wandelhalle erneuert und erweitert werden. Außerdem sollten die Beetflächen seitlich des Weges neben der Wandelhalle neu angelegt und mit Gehölzen und Stauden bepflanzt werden.

Mehrkosten durch weitere Maßnahmen

Während dieser Bauarbeiten waren jedoch noch weitere Maßnahmen erforderlich geworden, sodass das gesamte Projekt voraussichtlich 560.000 Euro anstelle der veranschlagten 300.000 Euro kosten wird. Finanziert wird das zum Großteil aus einem Förderprogramm von Bund und Land, aber auch aus dem Instandhaltungsbudget des Dezernats für Umwelt, Grünflächen und Verkehr.

Ein Großteil der Neukosten entsteht durch den Neubau des Hauptweges in Richtung Hauptbahnhof. Ursprünglich sollte der asphaltierte Weg erhalten bleiben. Während der Arbeiten fiel jedoch auf, dass der Unterbau instabil ist. Dieser wird deshalb zurzeit neu gebaut und verstärkt. Außerdem mussten Stützmauern aus Naturstein instandgesetzt werden, was erst nachdem sie freigelegt wurden, ersichtlich war.

Anlage soll wiederbelebt werden

All diese Maßnahmen würden laut des zuständigen Dezernats dazu beitragen, die Anlage wiederzubeleben. Damit hätte sie auch das Potential in Zukunft anderweitig genutzt werden zu können — wie beispielsweise als möglicher Ort für eine mobile Gastronomie. (js)

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