Die Deutsche Bahn saniert vom 10. Juli bis zum 11. Dezember 2026 die Bahnstrecke am rechten Rheinufer. Davon ist auch Wiesbaden stark betroffen, da die Strecke in Richtung Troisdorf für die Dauer der Arbeiten komplett gesperrt wird. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, soll die Strecke „leistungsfähiger und weniger störanfällig“ werden.
Die Bauarbeiten führen zu umfangreichen Änderungen in den Fahrplänen. So wird die Regionalbahnlinie RB10 aus Frankfurt in Wiesbaden enden. Auch im Fernverkehr gibt es Anpassungen: Die ICE-Züge zwischen Dresden und Wiesbaden fahren direkt weiter nach Frankfurt am Main, der Halt am Mainzer Hauptbahnhof entfällt.
Für die betroffenen Züge im Nahverkehr richtet die Bahn in der Zeit einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Insgesamt sollen elf Buslinien fahren, darunter zwei Expresslinien die zwischen Wiesbaden und Koblenz sowie zwischen Koblenz, Bad Honnef, Bonn-Ramersdorf und Troisdorf pendeln. Für die Schülerverkehre sind laut der Bahn zusätzliche Fahrten geplant.
Das wird auf der Strecke erneuert
Während der fünfmonatigen Bauphase erneuert die Bahn auf dem Abschnitt zwischen Unkel und Wiesbaden unter anderem mehr als 60 Kilometer Gleise, rund 40 Kilometer Oberleitung und circa 116 Weichen. Zudem werden 15 Brücken saniert und sieben Felshänge gesichert.
Gleichzeitig modernisiert die Bahn sämtliche Bahnhöfe entlang der Strecke und baut sie größtenteils barrierefrei aus. Geplant sind unter anderem 25 neue Aufzüge, zehn Rampen und die Sanierung von 55 Bahnsteigen. Für mehr Lärmschutz sollen bis Ende 2026 insgesamt 19 Kilometer neue Schallschutzwände entstehen. Zudem sollen neue Aufzüge, Rampen und Personenunterführungen entstehen. Saniert werden darüber hinaus Bahnsteige und Dächer, es entstehen neue Wetterschutzhäuser, eine bessere Beleuchtung an den Stationen. Schriftanzeiger und Leitsysteme.
Im darauffolgenden Jahr ist die Sanierung der linken Rheinstrecke geplant.