Sprengung der Salzbachtalbrücke: Was ihr jetzt wissen müsst

Ab Samstag wird die Salzbachtalbrücke Geschichte sein. Wir sagen euch, was ihr zum Sprengtag wissen müsst.

Sprengung der Salzbachtalbrücke: Was ihr jetzt wissen müsst

Wenn am kommenden Samstag um 12 Uhr mittags 220 Kilogramm Sprengstoff über der A66 explodieren, dann wird die Salzbachtalbrücke verschwunden sein.

140 Menschen müssen zuvor ihre Häuser verlassen, Hunde aus dem Tierheim kommen teilweise in einer Hundepension am Frankfurter Flughafen unter. In der Nähe der Brücke befinden sich außerdem ein Klärwerk, ein Friedhof und eine Sektkellerei.

50.000 Kubikmeter Sand werden aufgeschüttet, um die Gleise und die Schienen vor dem Aufprall der Trümmerteile zu schützen.

Läuft alles nach Plan, wird gegen 12 Uhr zuerst der südliche und zwei Sekunden später der nördliche Teil der Brücke gesprengt. Die Nordbrücke soll so gesprengt werden, dass sie vom Klärwerk wegkippt, die Südbrücke soll senkrecht nach unten fallen.

Hier erfahrt ihr, was rund um die Sprengung für euch wichtig ist:

  • Sicherheitszone: Die Bevölkerung soll aus Sicherheitsgründen sowohl am Samstag als auch am Sonntag dem Sicherheitsbereich fernbleiben, bittet die Niederlassung West der Autobahn GmbH. Der Sicherheitsbereich wird etwa 250 Metern zu den Sprengstellen rund um die Brücke eingerichtet.

    Wer dennoch das Spektakel der Sprengung nicht verpassen möchte, kann sich den Livestream anschauen.

  • Evakuierung: Die betroffenen Anwohner müssen den Sicherheitsbereich bis 11 Uhr am Samstag verlassen haben. Das Ende der Sperrung wird per Lautsprecherdurchsage und auf wiesbaden.de bekannt gegeben.

  • Verkehr: Am Tag der Sprengung und bereits zuvor wird es zu erheblichen Verkehrseinschränkungen kommen, der Bereich wird weiträumig abgesperrt. Am Samstag sind vor allem die B263 und die A66 betroffen. Auch Busse werden umgeleitet. Details zu den einzelnen Sperrungen findet ihr hier.

    Die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) bitten zudem dringend darum, die Kleinannahmestelle und die Sonderabfall-Kleinannahme an der Deponie, Deponiestraße 15, am Samstag, 6. November, nicht anzufahren. Die anderen drei Wertstoffhöfe in Bierstadt, Dotzheim und Nordenstadt sind am Samstag, 6. November, geöffnet.

  • Lärm und Staub: Während und auch nach der Sprengung wird es unvermeidlich zu Staub- und Lärmbelästigungen kommen. Wassernebel soll den Staub schnell binden und niederschlagen. Labor-Untersuchungen haben ergeben, dass sich keinerlei Schadstoffe, wie etwa Asbest, in den Brückenteilen befinden, teilt die Autobahn AG mit. Wegen der Nacharbeiten wird es noch bis in den Dezember hinein erheblichen Lärm geben, da die Brückenteile zerkleinert werden. Genauere Informationen dazu findet ihr hier.

  • Sprengmeister: Der erfahrene Sprengmeister Eduard Reisch wird dafür zuständig sein, dass alles glatt geht. Er selbst spricht von einer „statischen Meisterleistung“, alles sei stabilisiert und akribisch durchrechnet worden. Dennoch bestehe immer die Gefahr, dass Trümmerteile in die umliegenden Gebäude einschlagen. Daher wird die Autobahn GmbH vorher und nachher alles genau begutachten.

  • Was kann die Sprengung verhindern? Sollte es starken Regen oder Nebel geben, müsste die Sprengung auf den 7. November verschoben werden.

  • Bei weiteren Fragen: Das Bürgertelefon der Stadt Wiesbaden ist am Freitag noch bis 18 Uhr und am Samstag von 6:45 Uhr bis zum Ende der Sprengung erreichbar: 0611 316041.

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