Zweiter Ring bekommt eine zusätzliche Spur für Autofahrer

Zwei Umbauarbeiten in der Stadt sollen den Bus- und Autoverkehr beschleunigen.

Zweiter Ring bekommt eine zusätzliche Spur für Autofahrer

Eine zusätzliche Autospur auf dem 2. Ring und eine neue Busspur am Amöneburger Kreisel sollen den Verkehr in Wiesbaden durch die Sperrung der Salzbachtalbrücke entlasten. Das teilte die Stadt am Freitag (9. Juli) mit.

Autospur auf dem 2. Ring

Die Autospur auf dem 2. Ring wird zwischen Mainzer Straße und Biebricher Allee mithilfe einer gelben Baustellenmarkierung eingerichtet. Die Spur soll den Verkehrsfluss auf dieser wichtigen Achse verbessern. Bereits realisiert wurde der Abschnitt Breitenbachstraße bis Biebricher Allee. Hierzu mussten auf beiden Straßenseiten einzelne Parkplätze umgenutzt werden. „Unsere ersten Beobachtungen zeigen, dass die Maßnahme sich schon jetzt positiv auf den Verkehrsfluss auswirkt“, sagt Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) dazu. „Es ist ein Kraftakt, aber wir bekommen die Situation Tag für Tag besser in den Griff, auch dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Autobahn GmbH und Hessen Mobil.“

Die Verlängerung der zweispurigen Straße im südlichen Abschnitt des Theodor-Heuss-Rings ab der Mainzer Straße sei in Vorbereitung. Dafür wird der östliche Parkstreifen umgenutzt, der westliche bleibt erhalten. Geprüft werde dabei auch, ob der Fahrbahnteiler vor der Breitenbachstraße durch eine provisorische Bedarfsampel ersetzt werden kann, um die zusätzliche Fahrspur ohne Lücken herstellen zu können. Als Kompensation für die weggefallenen Parkplätze prüft das Tiefbau- und Vermessungsamt, ob Ersatzparkplätze an der südlichen Breitenbachstraße genutzt werden können.

Neue Busspur am Amöneburger Kreisel

Am kommenden Wochenende (10. bis 11. Juli) wird die Verkehrsführung auf der Mainzer Straße rund um den Amöneburger Kreisel neu geordnet und mit gelber Baustellenmarkierung eine Busspur geschaffen. Die Maßnahme ist befristet für die Zeit der Sperrung des Wiesbadener Hauptbahnhofs (Bahnlinien S1, S8, S9, RB10, RB75) vorgesehen.

„Tausende Wiesbadener Pendler müssen jeden Morgen mit der Bahn nach Frankfurt oder Mainz zur Arbeit. Dabei sind sie derzeit besonders auf die Bahnhöfe Biebrich und Wiesbaden-Ost angewiesen. In den ersten Tagen glich es angesichts des Staus einer Odyssee, überhaupt eine Bahn zu erreichen“, so Andreas Kowol dazu. „Mit der Busspur am Amöneburger Kreisel beschleunigen wir die ESWE-Busse 6 und 33 sowie die Schienenersatzbusse in ihrer Anfahrt zum Bahnhof Wiesbaden-Ost und stärken so in diesen schwierigen Zeiten den ÖPNV wirksam und konkret.“ Davon werden bis zu 20 Busse pro Stunde profitieren. Um die Belastungen für den Verkehr durch die Markierungsmaßnahme so gering wie möglich zu halten, sollen die Arbeiten am Sonntag durchgeführt werden.

Alle Notmaßnahmen werden vom Verkehrsdezernat im Auftrag des Magistrats, des Mobilitätsausschusses und des Ausschusses für Finanzen und Beteiligungen umgesetzt. Die direkt betroffenen Ortsbeiräte Biebrich, Amöneburg und Südost seien vorab informiert worden. Weitere Notmaßnahmen seien bereits in Planung.

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