Diese Wiesbadener Lokale werden schmerzlich vermisst

Wiesbadener Lokale kommen und gehen. Einige von ihnen haben aber einen bleibenden Eindruck bei den Wiesbadenern hinterlassen. Wir haben Euch gefragt, welche alten Restaurants, Kneipen, Cafés und Bars Euch heute fehlen und das ist das Ergebnis.

Diese Wiesbadener Lokale werden schmerzlich vermisst

Wer an alte Zeiten zurückdenkt, denkt auch an Bars, Restaurants, Kneipen und Clubs, die es zwar heute nicht mehr gibt, in denen man aber vielleicht die Zeit seines Lebens verbracht hat. Und einige von ihnen werden auch heute noch schmerzlich vermisst.

Das „Bermuda-Dreieck“

Das Gebiet rund um Taunus- und Nerostraße wurde früher „Bermuda-Dreieck“ genannt. Unzählige Kneipen und Bars warteten dort auf Wiesbadener Nachteulen. Darunter beispielsweise „Die Klappe“, das „Rom Brennt“ und die „Boum-Boum-Bar“ — allesamt heute geschlossen.

Ein Gebäude in der Nerostraße hat dabei gleich mehreren Generationen lange Nächte und viele Erinnerungen verschafft. Die Hausnummer 24, eines der ältesten Gebäude der Straße, war für viele Jahre eine der beliebtesten Ausgehlocations in Wiesbaden. Wo heute das Walhalla im Exil zu Theaterstücken, Kabarett und Lesungen einlädt, war früher eine Jazz-Hochburg. Als „Jazz House“ machte sich das Gebäude ab 1962 einen Namen. Daran erinnert sich Merkurist-Leser Günter noch genau:

Später wurde aus dem „Jazz House“ dann das Wirtshaus. Das schloss 2003 jedoch wieder und wurde vom „Gestüt Renz“ abgelöst. 14 Jahre lang versorgten die Betreiber Joerg Lichtenberg, Armin Braun und Andreas Müller die Wiesbadener mit Musik und Drinks. 2017 musste das Gestüt dann wegen Ruhestörung schließen und machte nie wieder auf.

Gastronomie

Während die einen das Nachtleben vermissen, läuft den anderen immer noch das Wasser im Mund zusammen, wenn sie an Wiesbadener Restaurants denken, die es heute nicht mehr gibt. Merkurist-Leser Olaf hat seit der Schließung von „Nassau Beef & Beer“ in der Innenstadt keinen vergleichbaren Burger mehr gefunden:

Der Laden am Michelsberg schloss seine Türen im Mai 2018. „Es ist an der Zeit für mich, mich auf meine Agentur schoenmueller und meine Familie zu konzentrieren“, sagte Inhaber Mueller damals. Die Gastro-Abstinenz hielt aber nicht lang an. Nur wenige Monate später eröffnete er gemeinsam mit Aaron Bühler, Betreiber von „das!Burger“, und Florenc Spahiu die Pizzeria „L’Umami“ in den Räumen des ehemaligen „Nassau Beef & Beer“.

Ähnlich wehmütig denken auch die Wiesbadener Crizz, Holger und Wolfgang an ihre ehemaligen Lieblingsrestaurants zurück. Crizz vermisst das „American Diner“ am Mauritiusplatz. Holger wünscht sich hingegen die Pizzeria „Firenze“ in Klarenthal zurück:

Nach 38 Jahren Betrieb schloss die Pizzeria — Inhaber Amadeo Le Donne zog sich aber nicht ganz aus der Gastroszene zurück. Heute betreibt er eine gleichnamige Pizzeria in Niedernhausen.

Wolfgang erinnert sich hingegen an schöne Stunden im Schützenhaus im Goldsteintal zurück. 1907 erbaut, war das Schützenhaus bereits seit den 60er-Jahren im Besitz der Familie von Hüllesheim. Viele Jahrzehnte lang war es Restaurant und Ausflugsziel im Stadtwald Sonnenberg.

Im September 2016 gab die Familie von Hüllesheim ihren Betrieb dort allerdings aus gesundheitlichen Gründen auf. Zweieinhalb Jahre lang stand das historische Gebäude daraufhin leer. Erst Anfang 2019 eröffnete es wieder unter neuer Leitung. Günter Gollner, der zuvor das „Gollner’s“ in der Burg Sonnenberg betrieb, tischt dort jetzt moderne Gerichte auf.

Welche Lokale vermisst Ihr? Schreibt es in die Kommentare. (rk)

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